logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

GOÄ-Abrechnung

Verträge bei Dienstunfällen für Post und Bahn: Die Honorare werden zum 1. Oktober angehoben

Berechnungsgrundlage von Dienstunfällen bei Post und Bahn ist die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Der bisherige Multiplikator – mit Ausnahme der Leistung nach Nr. 437 und den Leistungen des Abschnitts M (Laboruntersuchungen) – wird vom 1. Oktober an auf das 1,65fache des Gebührensatzes erhöht. Bislang gilt der 1,57fache Satz. Den Berechnungen liegt ein Punktwert von 5,82873 Euro-Cent zu Grunde.

Für Laboruntersuchungen und die Nr. 437 ist weiterhin das 1,15fache des Gebührensatzes anzusetzen. Diese Steigerungssätze finden jedoch keine Berücksichtigung bei Leistungen, die nach der GOÄ nur mit dem einfachen Satz berechnet werden können.

Sonderregelungen für das Berichtswesen

Für bestimmte Auskünfte, Berichte und Gutachten, die von den Kostenträgern angefordert werden, sind besondere Gebühren vereinbart, die ebenfalls zum 1. Oktober 2002 verändert werden. Nachfolgend die Übersicht:

Beachten Sie: Die Frist für Auskünfte und Berichte soll nicht länger als acht Tage, für Gutachten nicht länger als drei Wochen betragen. Können Sie den Zeitrahmen nicht einhalten, sollte der Kostenträger davon unter Angabe der Gründe benachrichtigt werden.

Bei Gebühren für Gutachten innerhalb der festgesetzten Grenzen ist nach den besonderen Umständen des Einzelfalles zu berechnen. Sofern bei Anforderung von Auskünften, Berichten und Gutachten kein Freiumschlag beigefügt ist, werden die Portokosten vom Kostenträger erstattet und sind bei der Abrechnung mit aufzuführen.

Unvollständige Auskünfte, Berichte und Gutachten sind kostenlos zu ergänzen. Die in der Tabelle aufgeführten Gebühren gelten bundesweit einheitlich.

Die wichtigsten vertraglichen und abrechnungsrelevanten Regelungen

Vertragsgrundlage und Personenkreis

Sowohl für die ärztliche Versorgung von Beamten des Bundeseisenbahnvermögens als auch von Beamten aus Unternehmen der ehemaligen Deutschen Bundespost bestehen gleichlautende Verträge mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Rechtsgrundlage sind die gesetzlichen Regelungen zur Neuordnung des Eisenbahn- und Postwesens. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind nunmehr die Kurzbegriffe für DienstunfälleDU-Bahn und DU-Post üblich.

Über die Anerkennung eines Unfalls oder einer Krankheit als Arbeitsunfall entscheidet für den Bereich DU-Bahn die Dienststelle Berlin des Bundeseisenbahnvermögens; für den Bereich DU-Post die Unfallkasse Post und Telekom in Tübingen. Diese Stellen bzw. die Beschäftigungsstelle des Verletzten teilen dem behandelnden Arzt unverzüglich die Anerkennung eines Unfalls als Dienstunfall mit. Dies erfolgt in der Regel durch Übersendung einer Kostenübernahmeerklärung an den Arzt. Die Erklärung des Kostenträgers enthält grundsätzlich auch einen Hinweis, ab welchem Zeitpunkt die Kosten für die ärztlichen Leistungen übernommen werden.

Die Regelungen des Abkommens Ärzte/Unfallversicherungsträger – zum Beispiel das Durchgangsarztverfahren sowie die anderen besonderen Verfahren – werden in diesen Bereichen nicht angewandt. Das bedeutet: Der Verletzte muss sich nicht beim Durchgangsarzt vorstellen.

Abrechnungs-/Vergütungsregelungen

Die Abrechnung der ärztlichen Leistungen erfolgt nach Einzelleistungen – analog den Regelungen mit den Berufsgenossenschaften – direkt mit dem jeweils zuständigen Kostenträger.

Schicken Sie die Rechnungen für den Bereich DU-Bahn an folgende Adresse:
Dienststelle des Bundeseisenbahnvermögens
Hallesches Ufer 74/76
10963 Berlin

Für den Bereich DU-Post gehen die Rechnungen an:
Unfallkasse Post und Telekom
Postfach 3050
72017 Tübingen

Die Kostenübernahmeerklärung bei Postbeamten kann auch als Formblatt für die Abrechnung verwendet werden.

Hinweis: Für beide Vertragsbereiche gelten diese Gebührenregelungen nur für Beamte bis einschließlich der Besoldungsgruppe A8. Bei Beamten der Besoldungsgruppen A9 und höher richten sich die Gebühren nach den Grundsätzen der Privatpraxis; somit nach dem durch die amtliche Gebührenordnung festgelegten Gebührenrahmen. Für diesen Personenkreis ( A9 und höher) ist in Ostdeutschland der so genannte „Einigungsvertragsabschlag“ von zur Zeit 10 Prozent zu berücksichtigen.

Tipp: Stellen Sie vor der Abrechnung erst eindeutig fest, in welche Besoldungsgruppe der verletzte Beamte einzuordnen ist!

Quelle: Abrechnung aktuell - Ausgabe 09/2002, Seite 8

Quelle: Ausgabe 09 / 2002 | Seite 8 | ID 100093