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01.11.2006 | EBM 2000plus

Teilnahme an Fallkonferenzen im Mammographie-Screening

Dem Beispiel anderer europäischer Länder folgend hat der Deutsche Bundestag im Jahre 2002 beschlossen, ein flächendeckendes qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm einzuführen. Insgesamt sind 89 sogenannte Screening-Einheiten geplant, in denen ausschließlich Screening-Mammographien durchgeführt werden. Die Aufnahmen werden von mindestens zwei Ärzten begutachtet. Anspruch auf eine Mammographie im Rahmen dieses Screening-Programms haben nach den Krebsfrüherkennungs-Richtlinien alle Frauen ab dem Alter von 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres, und zwar in Abständen von mindestens 24 Monaten. 

 

Das Mammographie-Screening wird inzwischen in vielen Regionen angeboten. In diesen Regionen werden alle Frauen in dem Alter zwischen 50 und 69 regelmäßig im Abstand von zwei Jahren zur Mammographie-Screening-Untersuchung von einer eigens zu diesem Zweck eingerichteten Stelle eingeladen.  

Inhalt von Fallkonferenzen und deren Abrechnung

Bestandteil dieses Screening-Programms sind unter anderem präoperative und postoperative multidisziplinäre Fallkonferenzen. Wenn eine Patientin eines Hausarztes im Rahmen des Mammographie-Screenings positiv befundet wurde, kann auch der Hausarzt an einer solchen Fallkonferenz mit dem Operateur, Pathologen und Programmverantwortlichen des Mammographie-Screenings teilnehmen. 

 

  • Bei der präoperativen Fallkonferenz werden die Fälle eingebracht und kollegial beraten, bei denen der Verdacht auf eine maligne Erkrankung der Brust auf Grund der bildgebenden Verfahren nicht ausgeräumt werden konnte.
  • Bei der postoperativen Fallkonferenz wird unter anderem geprüft, ob die Ergebnisse und Empfehlungen der präoperativen Fallkonferenz mit den Ergebnissen der Operation übereinstimmen.

 

Der EBM sieht für diese Teilnahme an einer multidisziplinären Fallkonferenz die Nr. 01758, bewertet mit 125 Punkten, vor. Zusätzlich kann eine Wegepauschale nach Nr. 40852 berechnet werden. Diese beträgt 0,51 Euro, allerdings nicht je Entfernungs-Kilometer, sondern unverständlicherweise je Fahrt – auch bei längerer Wegstrecke. Werden in einer solchen Fallkonferenz allerdings mehrere Fälle besprochen, kann die Nr. 40852 aber je Fall abgerechnet werden. 

Quelle: Ausgabe 11 / 2006 | Seite 10 | ID 84607