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  • ·Corona-Prämie

    Dauerstress, Aggressionen, Mehraufwand ‒ aber kein staatlicher Bonus

    Bild:© blobbotronic - stock.adobe.com

    | Die Corona-Pandemie ist eine große Herausforderung für alle Praxen. Zum täglichen großen Engagement der Praxisteams kommen seit gut zwei Jahren viele außerplanmäßige Aufgaben und zusätzliche Patientenfragen hinzu: Quarantäneverhalten, Testwünsche, Fragen zur Impfung, Termine verschieben, aufwändigere Dokumentationen und Bestellungen, zeitintensive Hygienemaßnahmen und Arbeit im infektionsgefährdeten Bereich ‒ der Mehraufwand in Arzt- und Zahnarztpraxen ist immens. |

     

    Unmut der Patientinnen und Patienten über nicht realisierbare Terminwünsche, Impfstoffmangel, Maskenpflicht, Änderungen in der Impf- und Teststrategie oder die Pandemie im Allgemeinen landen zudem oft am Empfangstresen.

     

    Trotz dieser kaum noch zu bewältigenden Herausforderungen soll das medizinische Fachpersonal in den Praxen den staatlichen Bonuszahlungen für Beschäftigte im Gesundheitssektor nicht erhalten, der von der Politik für die anderen Fachberufe im Gesundheitswesen angekündigt wurde.

     

    Bundeszahnärztekammer-Präsident Prof. Dr. Christoph Benz: „Der Druck in den Praxen hat sich seit Beginn der Pandemie drastisch erhöht. Unsere Zahnmedizinischen Fachangestellten sind zur Zeit Telefonhotline, Hygieneprofis, Seelsorgerinnen, Corona-Erklärerinnen ‒ manchmal leider sogar Opfer von verbalen oder gar körperlichen Übergriffen. Sie leisten unfassbar viel ‒ und das gehört natürlich auch staatlich anerkannt.“

     

    • Aggression, Gewalt, Randale ‒ wie kann ich mich wehren?

    Statistisch betrachtet kommt es täglich zu fast 300 Fällen von körperlicher Gewalt gegen Ärzte und ihre Teams. Auch für Zahnärzte gehören Beschimpfungen und Gewalt zum Praxisalltag. Da wundert es nicht, dass jeder vierte Vertragsarzt oder -zahnarzt in seinem Berufsleben schon Erfahrung mit körperlicher Gewalt seitens der Patienten gemacht hat. Weitaus höher sind die Angriffe verbaler Gewalt. Mit bundesweit fast 3.000 Fällen täglich haben sie vier von zehn Ärzten schon erlebt. Wie Sie deeskalieren, sich wehren und ggf. rechtliche Schritte einleiten können, erfahren Sie in diesem IWW-Online-Lehrgang. Details zum Programm finden Sie hier: lehrgang-schwieriger-patient.de. Melden Sie sich jetzt an und profitieren Sie von den konkreten Anleitungen und vielen praktischen Tipps der erfahrenen Experten!

     

    Bundesärztekammer (BÄK), Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) fordern, die Praxisangestellten selbstverständlich ebenfalls mit einem staatlichen Bonus zu unterstützen. Hannelore König vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. „Die MFA und ZFA in den niedergelassenen Praxen sind seit Beginn der Pandemie besonders belastet. Neben der ambulanten (zahn)ärztlichen Versorgung kümmern sie sich auch um die Versorgung von mehr als 90 Prozent der COVID-Patientinnen und Patienten. Sie fangen die Überlastungen des öffentlichen Gesundheitswesens auf, sichern den Schutzwall vor den Kliniken, setzen die ständigen Änderungen in der Impf- und Teststrategie um, baden zudem die Kommunikationsfehler zwischen Wissenschaft und Politik aus. Denn die Anfragen ebenso wie Beschwerden und Drohungen dazu, landen als erste als Kontaktpersonen bei ihnen. 2020, 2021 wurden Boni an Kliniken und Pflegeeinrichtungen ausgeschüttet, 2022 sind weitere geplant. Nur das große Engagement der Beschäftigten in den Arzt- und Zahnarztpraxen in der Pandemie und ihre wertvollen Leistungen werden dauerhaft nicht anerkannt.“

    Quelle: ID 48036174