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  • ·Psychosomatik

    Der anhaltende idiopathische Gesichtsschmerz: ein komplexes Problem in der Zahnarztpraxis

    Bild:Headache / Avenue G / CC CC BY 2.0

    von Mihrican Özdem, Diplompsychologin, Landau, lektorat-oezdem.de

    | Da beim idiopathischen Gesichtsschmerz (auch „chronischer Gesichtsschmerz“, früher „atypischer Gesichtsschmerz“) häufig der Kieferbereich betroffen ist, suchen viele Patienten als erstes die Zahnarztpraxis auf. Zahnärztinnen und Zahnärzte tragen somit eine besondere Verantwortung bei der Früherkennung, um den Betroffenen unnötige Behandlungen zu ersparen. |

    Beschwerdebild

    Meist empfinden die Betroffenen die Schmerzen im Bereich des Oberkiefers und unterhalb des Auges, aber auch der Nase, Wange und Schläfe. Die Schmerzen treten i. d. R. einseitig auf und können sich mit der Zeit auf die andere Seite ausbreiten. Es können mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sein. Es handelt sich um tiefer liegende Schmerzen, die schwer zu lokalisieren sind. Patienten beschreiben die Empfindung als dumpf, bohrend, brennend oder pulsierend. Die Schmerzen treten täglich auf und die Schmerzintensität wechselt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer und das Alter zum Zeitpunkt der Diagnosestellung liegt gewöhnlich bei ca. 45 Jahren.

    Ursachen

    Die Ursachen für den ideopathischen Gesichtsschmerz sind definitionsgemäß unbekannt. Manche Forscher glauben an eine psychische Verursachung, andere an eine organische. In der ICD-10 wird sie unter den „Krankheiten von Nerven, Nervenwurzeln und Nervenplexus“ (G50‒G59) geführt.