· Fachbeitrag · Gehaltsstudie
Gehälter in deutschen Zahnarztpraxen
Die Dentale Gehaltsstudie 2025 hat die in deutschen Zahnarztpraxen gezahlten Gehälter an angestellte Zahnärzte und Vorbereitungsassistenten unter die Lupe genommen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse können Sie die von Ihnen ausgezahlten Gehälter in den ermittelten Branchendurchschnitt einordnen.
Erfahrung zahlt sich aus
Die erstmalig durchgeführte und groß angelegte Dentale Gehaltsstudie 2025 (Download unter deutscher-zahnarzt-service.de/dentale-gehaltsstudie) hat Gehaltsdaten aus ganz Deutschland ausgewertet. Knapp 3.000 Personen nahmen insgesamt an der Befragung teil, darunter rund 1.012 angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Assistenzzahnärzte. Darüber hinaus beleuchtet die Studie auch weitere Einflussfaktoren auf die Gehaltsstruktur wie u. a. Berufserfahrung, Weiterbildungen, Standort und variable Vergütung. Dementsprechend zeigen die Ergebnisse, dass das Gehalt deutlich von der Erfahrung abhängt (alle Gehälter beziehen sich auf 40 Wochenstunden inkl. etwaiger Sonderzahlungen).
- Vorbereitungsassistenten verdienen im Median monatlich 3.750 Euro brutto (im 1. Jahr 3.500 Euro, im 2. Jahr 3.985 Euro). Eine Fixvergütung ohne zusätzliche Umsatzbeteiligung ist die Regel. Nach Beendigung der Vorbereitungszeit erhalten 62 Prozent der angestellten Zahnärzte eine Fixvergütung plus Umsatzbeteiligung, die im Median ca. 32 Prozent des Gesamtgehalts ausmacht.
- Weiterbildungsassistenten verdienen im Median monatlich 4.333 Euro brutto, Entlastungsassistenten 5.098 Euro.
- Nach der Assistenzzeit verdienen angestellte Zahnärzte im Median 5.901 Euro brutto monatlich, mit weiteren zwei bis sechs Jahren Berufserfahrung 6.842 Euro bzw. mit mehr als zehn Jahren Behandlungserfahrung im Median ca. 7.650 Euro brutto pro Monat. In ländlichen Gebieten verdienen angestellte Zahnärzte mit im Median 7.200 Euro brutto mehr als ihre Kollegen in Städten und Metropolregionen (6.683 Euro) und im Süden ist das Gehalt für sie etwas höher als im Osten Deutschlands (7.140 Euro vs. 7.045 Euro).
Zahnärztinnen und Zahnärzte beziehen zwar ein vergleichbares Grundgehalt, das im Schnitt höhere Gesamteinkommen beziehen dennoch männliche Behandler aufgrund höherer Umsätze und damit einer höheren Umsatzbeteiligung. Als einen möglichen Grund dafür gibt die Studie unterschiedliche Behandlungsschwerpunkte von Männern und Frauen an.
Mit Weiterbildung höheres Gehalt
Gehaltssteigernd wirken Weiterbildungen: ein zusätzlicher Master wird mit 610 Euro, ein Curriculum mit einem Mehr von 503 Euro eingestuft, was auch auf die Möglichkeit der höheren Umsatzgenerierung zurückgeführt wird. Auch ein deutsches Examen wird mit einem Durchschnittsgehalt von 7.059 Euro belohnt (Nicht-EU-Land: 6.481 Euro, EU-Examen: 6.000 Euro).