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Betriebsprüfung

Nicht alle Tricks der Prüfer sind erlaubt

Findet ein Betriebsprüfer schwerwiegendeFehler in Ihrer Buchführung, so kann es vorkommen, daß erden in der Regel drei Jahre umfassenden Prüfungszeitraum ausdehnt,und zwei weitere zurückliegende Jahre prüft. Vor allem amJahresende müssen die Betriebsprüfer aufpassen, daß dieFestsetzungsfrist für diejenigen Jahre, die sie zusätzlichprüfen wollen, nicht abläuft. Aus Sicht derBetriebsprüfer soll das natürlich verhindert werden, weilsonst ein schon fest eingeplantes „Mehrergebnis“ quasiüber Nacht „über den Jordan geht“.

Deswegen sind Fälle wie der, der letztlichvor dem Finanzgericht (FG) Düsseldorf landete, gar nicht soselten. Im Urteilsfall kam der Prüfer am 20. Dezember – kurzvor Ablauf der Festsetzungsfrist – in den Betrieb. Er unterhieltsich etwa fünf Minuten mit dem Unternehmer und bat ihn dabei,Unterlagen für die beiden mitzuprüfenden Jahre für dasnächste Zusammentreffen bereitzulegen. In den Akten desPrüfers konnten keine Vermerke gefunden werden, daß mit derPrüfung der beiden Jahre begonnen wurde. Das FG sah in dem Besuchdes Prüfers eine Scheinhandlung, die nur darauf gerichtet war, diedrohende Feststellungsverjährung zu hemmen. Deshalb konnte derFiskus auf das – nun verjährte – Wirtschaftsjahr nichtmehr zurückgreifen.

(Urteil vom 24.11.1998, Az: 8 K 424/96) (Abruf-Nr. 99158)

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 12/1999, Seite 6

Quelle: Ausgabe 12 / 1999 | Seite 6 | ID 108649