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·Nachricht ·Gesetzesvorhaben

Preisgünstige Überlassung von Wohnraum: Finanzausschuss befasst sich heute mit drei steuerlichen Fördermaßnahmen

| Der Freistaat Bayern hat in der Bundesrats-Sitzung am 12.04.2019 drei neue steuerliche Fördermaßnahmen zur Verringerung der Wohnungsnot ins Gespräch gebracht. Heute, am 30.04., werden sie im Finanzausschuss beraten. SSP zeigt Ihnen, worum es geht. |

 

Konkret will Bayern, dass der Bundesrat die Bundesregierung auffordert, drei Maßnahmen zu ergreifen, die die verbilligte Überlassung von Wohnraum auch steuerlich ankurbeln (BR-Drs 169/19 vom 09.04.2019, Abruf-Nr. 208268):

 

1. Nichtaufgriffsgrenze bei der Überlassung von Werkswohnungen

Viele Unternehmen, besonders in den Ballungszentren, haben ein Interesse, günstige Wohnungen für Mitarbeiter und Auszubildende bereitzustellen. Allerdings verliert dieses Engagement infolge der steuerlichen Auswirkungen an Attraktivität. Denn Wohnraumüberlassungen durch den Arbeitgeber unterhalb der fremdüblichen Miete sind für Arbeitnehmer ein geldwerter Vorteil, für den Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten sind. Für den Arbeitgeber verursacht die verbilligte Wohnraumüberlassung einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand, da er die Höhe des steuerpflichtigen Vorteils ermitteln und überwachen muss.

 

Eine wesentliche Erleichterung wäre es deshalb, wenn eine gesetzliche Nichtaufgriffsgrenze eingeführt würde, durch die ein Unterschreiten der fremdüblichen Miete innerhalb eines gewissen Toleranzbereichs nicht zur Versteuerung eines geldwerten Vorteils führt. Dies würde auch dazu beitragen, Mieterhöhungspotenziale nicht stets vollständig ausschöpfen zu müssen, um nicht mit steuerrechtlichen Risiken konfrontiert zu werden.

 

2. Pauschalsteuer bei Überschreiten der Nichtaufgriffsgrenze

Bayern hält es außerdem für zielführend, die verbilligte Wohnraumüberlassung auch jenseits der Nichtaufgriffsgrenze steuerlich zu entlasten. Hierzu sollte bis zu einem bestimmten Bruttolohn des Arbeitnehmers die Möglichkeit einer Pauschalversteuerung geschaffen werden, wie sie bereits heute für die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung arbeitstäglicher Mahlzeiten gilt. Die pauschale Lohnsteuer würde dann vom Arbeitgeber getragen, der Nettolohn des Arbeitnehmers bliebe unangetastet.

 

3. Voller Werbungskostenabzug auch bei 50 Prozent der Marktmiete

Die dritte Maßnahme besteht darin, dass Vermieter, die die Wohnung erheblich billiger vermieten als es der Markt hergibt, trotzdem der volle Werbungskostenabzug erhalten bleiben soll. Bisher ist es so, dass ein Vermieter dazu mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete verlangen muss. Bayern will diese Grenze auf 50 Prozent absenken. Nur wer weniger als 50 Prozent der ortsüblichen Miete verlangt, soll die Werbungskosten nur noch anteilig geltend machen können.

 

SSP hält Sie auf dem Laufenden.

Quelle: ID 45861197