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  • ·Nachricht ·Rentenbesteuerung

    So will das BMF die Doppelbesteuerung vermeiden

    | Eine Doppelbesteuerung von Renten darf es nicht geben. Dies gilt sowohl für heutige wie auch für künftige Generationen von Rentnern und Rentnerinnen. Das hat das BMF in einer ersten offiziellen Reaktion auf die beiden BFH-Urteil gemacht. Eine mögliche „Doppelbesteuerung“ könnte laut BMF z.B. durch eine Rentensteuerreform vermieden werden, indem die für 2025 geplante vollständige Absetzbarkeit der Einzahlungen in die Rentenkasse während der Erwerbsphase vorgezogen wird. |

     

    Hintergrund | Der BFH hat mit Urteilen vom 31.05.2021 die aktuelle Ausgestaltung der Rentenbesteuerung als verfassungskonform bestätigt. Bisher liege keine generelle „doppelte Besteuerung“ von Renten vor, künftige Rentenjahrgänge ab 2025 könnten aber davon betroffen sein. Das liegt daran, dass im Unterschied zur Auffassung des BMF nach Ansicht des BFH in der Vergleichsrechnung verschiedene Posten den anzusetzenden Betrag der steuerfreien Rentenleistungen nicht erhöhen. Dabei handelt es sich neben dem steuerfrei belassenen Teil der Rentenleistungen vor allem um den steuerlichen Grundfreibetrag, den Werbungskosten-Pauschbetrag, den Sonderausgabenabzug für die Beiträge der Rentner zur Kranken- und Pflegeversicherung, die steuerfreien bzw. nicht steuerbaren Beitragsanteile des Rentenversicherungsträgers zur Krankenversicherung der Rentner sowie der Sonderausgaben-Pauschbetrag. Die genannten Posten dienen nach Ansicht des BFH überwiegend verfassungsrechtlich gebotenen und daher für den Gesetzgeber nicht dispositiven Zwecken und können daher in der gebotenen Vergleichsrechnung nicht nochmals berücksichtigt werden.

     

    Wichtig | Der Bund der Steuerzahler will außerdem prüfen lassen, ob angesichts der BFH-Vorgaben nicht aktuell schon bei Senioren, die erst kürzlich in Rente gegangen sind, eine Doppelbesteuerung vorliegt. Betroffen könnten insbesondere Selbstständige, Unverheiratete und Männer sein. Es bleibt also spannend.

     

    Weiterführende Hinweise

    • Die Verlautbarungen des BMF zu den BFH-Urteilen finden Sie hier: www.iww.de/s5019
    • Die Berichterstattung zu den BFH-Urteilen finden Sie unter der Abruf-Nr. 47442954 und 47442871.
    Quelle: ID 47450713