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  • · Fachbeitrag · Arbeitgeberleistungen

    Gehaltsgespräche: Nettolohnoptimierung durch steuerfreie und andere Benefits

    Steht eine Gehaltserhöhung an, denken Arbeitgeber und Arbeitnehmer häufig zuerst an eine Erhöhung des Bruttolohns. Steuerlich ist das jedoch oft die teuerste Lösung. Denn von zusätzlichen 100 Euro Bruttolohn kommt beim Arbeitnehmer regelmäßig nur etwa die Hälfte an, während den Arbeitgeber sogar Mehrkosten von über 120 Euro treffen. Deutlich wirtschaftlicher ist es häufig, die Vergütung durch steuerfreie oder pauschal besteuerte Benefits zu gestalten.

    Klassische Gehaltserhöhung ist häufig die teuerste Lösung

    Eine reguläre Bruttolohnerhöhung unterliegt grundsätzlich der Lohnsteuer sowie der Sozialversicherungspflicht. Dadurch profitieren weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber optimal. Denn während der Arbeitnehmer die Gehaltserhöhung individuell versteuern und verbeitragen muss, fallen beim Arbeitgeber zusätzlich Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung an.

     

    Beispiel 1

    Ein lediger Arbeitnehmer (Steuerklasse I, keine Kinder, drei Prozent Zusatzbeitrag zur KV) erhält bisher einen monatlichen Bruttolohn von 3.000 Euro. Ihm soll eine reguläre Gehaltserhöhung von monatlich 100 Euro gewährt werden.

     

    Lösung: Bisher beträgt der Nettolohn des Arbeitnehmers ca. 2.054 Euro, während der Arbeitgeber mit ca. 3.636 Euro belastet wird. Durch die Gehaltserhöhung steigt zwar der Nettolohn auf ca. 2.109 Euro – ein Plus von 55 Euro. Der Aufwand für den Arbeitgeber steigt jedoch parallel auf ca. 3.757 Euro – ein Plus von 121 Euro.