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  • ·Fachbeitrag ·Unternehmensstiftungen

    Stiftungen und Unternehmensnachfolge

    von RA Dr. K. Jan Schiffer, Bonn (www.stiftungsrecht-plus.de)

    | Die erfolgreiche Regelung der Unternehmensnachfolge ist die Krönung eines Unternehmerlebens. Über die besondere Möglichkeit einer unternehmensverbundenen Stiftung zur Regelung ihrer Unternehmensnachfolge denken Unternehmer typischerweise nach, wenn im Kreise der Familie niemand bereit oder in der Lage ist, das Familienunternehmen fortzuführen. |

    1. Nachfolgeregelung als Problem

    „Dann kommt eben keiner an die Spitze“ sagte „Ferry“ Porsche, der Vater des 911er, Anfang der siebziger Jahre, als er feststellte, dass sich die nächste Generation der Familie Porsche (Porsche und Piech) in der bekannten Sportwagenschmiede nicht in einer Form engagieren wollte, bei der nicht jeder Einzelne glaubte, er allein sei der Chef (Porsche/Molter, Ferry Porsche - Mein Leben, 6. Aufl., S. 271).

     

    Dabei hätte der Gedanke an eine Stiftung gerade bei Porsche nahe gelegen - war doch schon 1938 eine Porsche Stiftung errichtet worden, die „Betriebsangehörige der Firma oder deren nächste Angehörigen (Eltern, Ehepartner, minderjährige Kinder) im Fall unverschuldeter Notlage“ unterstützt. Die Porsche-Familie wählte damals, anders als andere bekannte Unternehmerfamilien wie z.B. Würth, Bertelsmann, Krupp, Lidl, Vorwerk, Aldi oder Haribo, keine Stiftungsgestaltung zur Regelung der Unternehmensnachfolge.