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  • ·Fachbeitrag ·Investmenttipp des Monats

    Anwerfen der Notenpresse erfordert veränderte Anlagestrategie

    von Wirtschaftsjournalist Michael Vetter, Dortmund

    | Spätestens, seitdem die Notenbanken keinen Zweifel mehr daran lassen, die Märkte mit Geld nach wie vor sprichwörtlich „zu fluten“, ist es für Stiftungsverantwortliche an der Zeit, ihre bisherige Strategie einer möglicherweise deutlichen Revision zu unterziehen. Durch diese (für die Banken äußerst preiswerte) Geldschwemme muss nämlich davon ausgegangen werden, dass es in absehbarer Zeit kaum Chancen auf wieder steigende Zinsen geben wird. Erstaunlich ist dabei, dass die damit einhergehende Gefahr einer Inflation bei den Verantwortlichen kaum eine Rolle zu spielen scheint. |

    1. Zunehmende Überwachung

    Man wird erst später sehen, ob die Rechnung der Notenbanken tatsächlich aufgeht oder ob mit dem nächsten schwerwiegenden Problem einer mehr als unerfreulichen inflationären Entwicklung zu rechnen sein wird. Die Folgen für Stiftungen sind deutlich erkennbar. Ging es für sie während der Jahre vor der Wirtschafts- und Finanzkrise meist nur um die Frage, bei welchem Bankinstitut der beste Zinssatz bei nahezu absolut sicheren Geldanlagen erzielt werden konnte, stehen heute vor allem strategische Fragen im Vordergrund, die eine in der Regel weitaus intensivere Überwachung des ihnen anvertrauten Vermögens verlangen werden.

     

    Die Alternative zu einer derartigen flexiblen Vermögensverwaltung bestünde wohl lediglich darin, sich mit Minizinsen von 1 % bis etwa 2 % zufriedenzugeben. Dabei müsste aber je nach Satzung auch riskiert werden, das Stiftungskapital anzugreifen, um ausreichende Mittel für die Zweckerfüllung bereitzustellen. Es liegt in der Verantwortung der Stiftungsvorstände, diese Varianten durchzuspielen und sich für eine Variante zu entscheiden.