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·Nachricht ·Kostenfestsetzung

Gerichtsgebühren nach dem Anerkenntnis sparen

| Nach Nr. 1211 Nr. 2 Alt. 1 GKG-KV fällt nur eine 1,0-Gerichtsgebühr an, wenn das gesamte Verfahren durch ein Anerkenntnisurteil beendet wird. Das gilt nach Ansicht des KG Berlin auch, wenn streitige Kostenanträge gestellt werden und das Anerkenntnisurteil eine Begründung der Kostenentscheidung enthält (13.10.20, 5 W 1092/20, Abruf-Nr. 220275). |

 

Diese Ansicht ist streitig. Bei einer streitigen Kostenentscheidung in einem Anerkenntnisurteil verneint ein Teil der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur eine Ermäßigung insbesondere unter Hinweis darauf, dass nicht das „gesamte Verfahren“ durch das Anerkenntnis beendet worden sei (OLG Hamburg MDR 05, 1195; OLG Karlsruhe JurBüro 01, 374; KG [18. ZS] MDR 18, 494; Herget, MDR 95, 785 und 1097; Lappe, NJW 96, 1185; Flockenhaus in: Musielak/Voit, ZPO, § 307 Rn. 21; Zöller/Feskorn, ZPO, 33. Aufl., § 307 Rn. 14).

 

MERKE | Die herrschende Meinung folgt unter Hinweis auf den klaren Wortlaut der Vorschrift dem KG Berlin (OLG Karlsruhe [13. ZS] MDR 97, 399; OLG München NJW-RR 98, 720; OLG Bremen JurBüro 01, 373; OLG Dresden 6.9.01, 3 W 1117/01; OLG Köln FamRZ 03, 1766; OLG Nürnberg MDR 03, 295; OLG Naumburg JurBüro 04, 324; OLG Hamm JurBüro 07, 151; OLG Rostock JurBüro 07, 323; OLG Stuttgart AGS 09, 248; OLG Koblenz 20.3.11, 14 W 182/11; Seutemann, MDR 95, 1096 und MDR 1996, 555; Jungbauer, JurBüro 01, 230; Schneider, BRAGO-Report 02, 73; Hartmann/Toussaint, Kostengesetze, 50. Aufl., KV 1211 GKG Rn. 20; Thomas/Putzo, ZPO, 41. Aufl., § 307 Rn. 3, 13; Stein/Jonas, ZPO, 23. Aufl., § 307 Rn. 55).

 
Quelle: ID 47111256