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  • ·Fachbeitrag ·Lohnsteuer

    Mankogeld als Gehaltsextra für Mitarbeiter

    von Dipl.-Finanzwirt Marvin Gummels, Hage, steuer-webinar.de

    | Täglich wird auch in Physiopraxen bar bezahlt. Um als Praxisinhaber Ihr Risiko von Kassenfehlbeständen zu minimieren, können Sie mit den Mitarbeitern eine Mankoabrede treffen. Im Gegenzug erhalten diese ein steuer- und beitragsfreies Mankogeld. So entsteht eine echte Win-win-Situation. |

     

    Mankoabrede als „Garantiehaftung“

    Ergibt ein Kassensturz einen Fehlbestand (z. B. wegen falsch herausgegebenen Wechselgelds) geht dieser oft zu Lasten des Praxisinhabers. Denn eine Haftung der Mitarbeiter scheidet i. d. R. aus. Diese haben den Fehlbetrag meist nur zu ersetzen, wenn ihnen grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorgeworfen werden kann. Vereinbart der Praxisinhaber mit seinem für die Kasse zuständigen Mitarbeiter hingegen eine Mankoabrede, kommt es zu einer Garantiehaftung. Der Mitarbeiter hat dann mögliche Kassenfehlbestände auszugleichen und der Praxisinhaber hat immer eine „glatte“ Kasse. Als Gegenleistung erhält der Mitarbeiter ein Mankogeld. Dieses kann pauschal gezahlt werden und ist, soweit es pro Monat nicht mehr als 16 Euro beträgt, steuer- und beitragsfrei (R 19.3 Abs. 1 Nr. 4 Lohnsteuerrichtlinie [LStR]).

     

    • Beispiel: Mankogeld für angestellte Physiotherapeutin

    Die angestellte Physiotherapeutin Tanja ist für das Kassieren von Zuzahlungen, der Gebühren für Selbstzahlerkurse und verkaufte Hilfsmittel zuständig. Sie trifft mit ihrem Arbeitgeber eine Mankoabrede und erhält dafür monatlich 16 Euro. Diese 16 Euro sind steuer- und beitragsfrei (kein Arbeitslohn).