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    Sitzen bleiben und aufstehen: Hockergymnastik in der Physiopraxis

    Bild: © Luba - stock.adobe.com

    von Physiotherapeut/Sportwissenschaftler Thomas Colshorn M. A., Bremen

    Neue Fitnesstrends schießen wie Pilze aus dem Boden, häufig nach dem Motto „Höher, schneller, weiter“ und mit manchmal fragwürdigen Methoden oder exotischen Geräten am Start. Da kann ein „Back to the Roots“ erfrischend wirken: Die gute alte Hockergymnastik mag altbacken und verstaubt erscheinen, hat aber ihre Vorteile, wie wir sehen werden. Ein Plädoyer für das Einfache.

    Das Training ist einfach, effizient und vielseitig anwendbar

    Vermutlich haben alle Physiotherapeuten im Rahmen ihrer Ausbildung mindestens einmal eine Hockergymnastik angeleitet – in der Reha- oder Tagesklinik oder einer Physiotherapiepraxis. Meist ist man als junger Mensch am Beginn der Berufslaufbahn davon nicht sonderlich begeistert, weil man andere Ideen im Kopf hat, die man gerne umsetzen würde. Mit zunehmender Lernkurve entdeckt man aber häufig, dass gerade die scheinbar einfachen Dinge ihren Reiz haben können. Der liegt bei der Hockergymnastik zum einen in der nahezu universellen Anwendbarkeit: Mit ein wenig Erfahrung können Sie das Training für ein breites Patientenspektrum gestalten.

     

    Gedacht ist sie für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht an klassischen Fitness- oder Gymnastikkursen teilnehmen können, sei es aufgrund von Mobilitätseinschränkungen, Gleichgewichtsstörungen, chronischen Erkrankungen oder einfach mangelnder Kondition. Sie muss also keine hohen Anforderungen an die körperliche Belastungsfähigkeit stellen, kann aber problemlos so angepasst werden, dass auch gut trainierte Personen ins Schwitzen kommen. Der 80-jährige Herzpatient kann genauso teilnehmen, wie ein 20-jähriger Patient nach Achillessehnenruptur, der seine Rumpf- und Armmuskeln aufbauen möchte.