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Krebsüberlebende können dank Yoga besser schlafen
Yoga ist eine effektive, nicht medikamentöse Möglichkeit, mehrere belastende Langzeitfolgen einer Krebstherapie (Stimmung, Angst, Fatigue, Schlaflosigkeit) gleichzeitig zu lindern. Das geht aus einer Studie zur „Yoga for Cancer Survivors“-Intervention (YOCAS) hervor. Die Ergebnisse wurden auf dem Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology vorgestellt.
An der Studie nahmen 410 Überlebende einer Tumorerkrankung teil (96 Prozent Frauen, Durchschnittsalter 54 Jahre, primär Brustkrebsüberlebende ohne metastasierte Erkrankung). Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die Kontrollgruppe erhielt die standardisierte Krebsnachsorge, die Interventionsgruppe erhielt die Standardversorgung plus YOCAS-Programm. Das vierwöchige Programm umfasst 18 sanfte Hatha- und Restorative-Yoga-Übungen, kombiniert mit Atemtechniken und Achtsamkeit. Das Pensum bestand aus zwei angeleiteten Sitzungen (je 75 min pro Woche sowie zusätzlichem Heimtraining (mindestens 30 min pro Woche). Stimmung und Fatigue wurden via POMS-Fragebogen (Profile of Mood States), Schlaflosigkeit via ISI (Insomnia Severity Index) erfasst.
Die Interventionsgruppe zeigte signifikant weniger Stimmungsschwankungen (Reduktion im POMS um 5,08 Punkte; moderater bis großer Effekt). Auch Ängstlichkeit und Fatigue nahmen signifikant ab (Fatigue-Subscore: -1,49 Punkte). Die Verbesserungen der Stimmung sowie der Fatigue erklärten jeweils etwa 25 Prozent der beobachteten Schlafverbesserungen.
Weiterführender Hinweis
- Yuri Choi et al.: YOCAS yoga, mood disturbance, and insomnia: A URCC NCORP RB nationwide, phase III, randomized, controlled trial with cancer survivors. In: J Clin Oncol 44, 12004 (2026). Volume 44, Number 16_suppl. doi.org/10.1200/JCO.2026.44.16_suppl.12004