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  • · Fachbeitrag · Praxisangebot

    Seilschwingen statt Seilspringen: Rope Flow in der Physiotherapiepraxis

    von Physiotherapeut/Sportwissenschaftler Thomas Colshorn, M. A., Bremen

    Hanteln sind zu schwer, und ein einfaches Springseil zu langweilig? Dann ist vielleicht Rope Flow das Richtige – eine Mischung aus Seilspringen und Koordinationstraining. Klingt seltsam, macht aber Spaß. Welchen Nutzen Rope Flow als Traingsmethode bringt und wie Sie diese Bewegungsform ins Angebot Ihrer Praxis integrieren, fasst dieser Beitrag zusammen.

    Im Fokus steht nicht das Springen über das Seil ...

    Rope Flow ist eine noch noch junger Fitnesstrend, bei der ein spezielles, häufig auch leicht beschwertes Seil in kontinuierlichen Kreis- und Rotationsbewegungen um den Körper geführt wird. Im Gegensatz zum klassischen Seilspringen geht es dabei nicht um Sprünge, Geschwindigkeit oder Ausdauerleistung, sondern um Rhythmus, Koordination, Mobilität und fließende Ganzkörperbewegungen, die an Kampfkunst und Tanz erinnern, aber auch funktionelle Elemente beinhalten.

     

    Als Erfinder des modernen Rope Flow gilt der US-amerikanische Trainer David Weck, der bereits in den 1990er-Jahren durch die Entwicklung des BOSU-Ball bekannt wurde. Er beschäftigte sich intensiv mit Rotationsbewegungen des menschlichen Körpers und entwickelte, darauf aufbauend, Anfang der 2000er zunächst sein Konzept für das sogenannte „Rotational Movement Training“, aus dem später das Rope Flow hervorging. Dessen Grundidee besteht darin, die natürlichen Rotationsmuster des menschlichen Bewegungsapparats gezielt zu fördern und damit das Zusammenspiel von oberer und unterer Körperhälfte zu verbessern.