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  • · Fachbeitrag · Grundlagenforschung

    „Unterschiedliche Musikinstrumente stellen unterschiedliche körperliche Anforderungen!“

    Muskuloskelettale Berufskrankheiten durch Fehlbelastungen des Bewegungsapparats entstehen nicht nur durch schwere körperliche Arbeit. Auch Berufsmusikerinnen und -musiker können Muskeln, Sehnen oder Gelenke überlasten. Eduard Wolf promoviert an der Universität Witten/Herdecke und der Hochschule Osnabrück im Fach „Gesundheitsinformatik“. Er hat die körperliche Belastung von Berufsmusikern erforscht. Die PP-Redaktion sprach mit ihm über seine Arbeit.

     

    Frage: Herr Wolf, beginnen wir ganz praktisch: Wie kommen Sie an Ihre Daten?

     

    Antwort: Die Daten stammen aus Untersuchungen von Musikerinnen und Musikern mit körperlichen Beschwerden im Rahmen der „Musikersprechstunde“ des INAPO, dem Institut für angewandte Physiotherapie Osnabrück. Dort werden zunächst physiotherapeutische Befunde erhoben, mit dem Fokus auf spielbedingte Faktoren. Ergänzend kann eine klinische Bewegungsanalyse im RefLabPerform, dem Referenzlabor für Performing Artists, veranlasst werden. Hier nimmt geschultes Personal biomechanische Messungen der Haltung und Bewegung vor, wobei Motion Capture, Elektromyografie und Kraftmessplatten zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse werden dann so aufbereitet, dass sie für die physiotherapeutische Befundung nutzbar werden.