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  • ·Fachbeitrag ·Berufspolitik

    BMG-Eckpunktepapier für die Heilmittelbranche: Diskussionsgrundlage zur Weiterentwicklung

    von Silke Jäger, Fachjournalistin Gesundheitswesen, www.silke-jaeger.de

    | Mitglieder der Heilmittelverbände und Therapeuten trafen sich am 13.09.2018 auf Einladung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), um sich über Lösungen der zahlreichen Probleme in der Heilmittelbranche auszutauschen. Bereits 4 Tage nach dem Treffen veröffentlichte Spahn ein Eckpunktepapier mit 8 Vorschlägen, die die Lage der Therapeuten verbessern sollen. Diese Vorschläge dienten als Diskussionsgrundlage für den Therapiegipfel am 27.09.2018, der nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe stattfand. |

    Anlass: wachsender Problemdruck in der Heilmittelbranche

    Die Therapeuten hatten die Einladung des Ministers gern angenommen. Sie erhofften sich Fortschritte bei zum Teil schon lange Jahre drängenden Problemen: zu teure Ausbildung, zu wenig eigenverantwortliches Arbeiten, zu viel Bürokratie, zunehmende Berufsflucht und ‒ das drängendste Problem von allen ‒ zu wenig Geld für viel Leistung.

     

    Dem Treffen vorausgegangen waren zahllose Protestaktionen von Verbänden und Therapeutengruppen: Demonstrationen, Brandbriefe, Online-Kampagnen und -Petitionen. Darunter auch über 220.000 Unterschriften, die eine Verbesserung der Ausbildungs-, Arbeits- und Vergütungssituation der Therapeuten gefordert hatten. Zudem hatte die Bundesagentur für Arbeit die Physiotherapie vom Engpassberuf (PP 10/2017, Seite 3) zum Mangelberuf „befördert“. Alles in allem eine Menge Druck, der den Bundesgesundheitsminister wohl überzeugte, die Anliegen der Heilmittelbranche auf die Agenda zu setzen.