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·Fachbeitrag ·Umsatzsteuer

Flugscheine: Steuerpflicht für nicht in Anspruch genommene Leistung

| Flugscheine, die nicht benutzt wurden und die nicht erstattet werden, sind umsatzsteuerpflichtig. Insoweit ist ein Vorsteuerabzug möglich. |

 

Der Umsatzsteueranspruch entsteht nach dem EuGH (23.12.15, C 250/14 und C 289/14, Abruf-Nr. 146274) schon, wenn der Preis für den Flugschein vereinnahmt wird. Zwar setze der Anspruch auch voraus, dass befördert wird. Die Gegenleistung für den beim Erwerb des Flugscheins entrichteten Preis hänge aber nicht von der körperlichen Anwesenheit des Fluggastes beim Bording ab. Sie bestehe vielmehr in dem Recht des Fluggastes, in den Genuss der Beförderungsleistung zu kommen, unabhängig davon, ob er dieses Recht wahrnimmt. Die Umsatzsteuer werde damit bereits geschuldet, wenn die Fluggesellschaft den Fluggast in die Lage versetzt, die Beförderungsleistung in Anspruch zu nehmen.

 

MERKE | Aufseiten des Fahrgastes animiert die Entscheidung dazu, bei nicht angetretenen Flügen eine Gutschrift der Fluggesellschaft zu erbitten. Ungeachtet dessen kann aber die Vorsteuer aus dem Flugticket geltend gemacht werden.

 
Quelle: Ausgabe 02 / 2016 | Seite 22 | ID 43802507