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·Fachbeitrag ·Scorewerte

Umfang einer von der SCHUFA zu erteilenden Auskunft

| Die SCHUFA muss hinsichtlich einzelner Scorewerte keine Auskunft darüber erteilen, welche Merkmale zur Scoreberechnung in welcher Gewichtung eine Rolle spielen. |

 

Das hat der BGH (28.1.14, VI ZR 156/13, Abruf-Nr. 140515) entschieden und die Auskunftspflicht auf die personenbezogenen, insbesondere kreditrelevanten Daten beschränkt, die die Schufa über den Schuldner tatsächlich gespeichert hat. Soweit die Auskunft über das prognostizierte Zahlungsverhalten des Schuldners auf der Heranziehung einer Vergleichsgruppe beruhe, müssten zu dieser weder konkrete Angaben gemacht werden, noch zur Gewichtung der berücksichtigten Aspekte. Dem Auskunftsanspruch des § 34 Abs. 4 BDSG liege die gesetzgeberische Intention zugrunde, trotz der Schaffung einer größeren Transparenz bei Scoringverfahren Geschäftsgeheimnisse der Auskunfteien zu schützen, namentlich die sog. Scoreformel.

 

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieser Ausgabe lag die Entscheidung des BGH noch nicht im Volltext vor. Wir werden diese in einer der nächsten Ausgaben von FMP mit ihren praktischen Auswirkungen besprechen und dabei auch die Aussagekraft von Scores in den Fokus rücken.

Quelle: Ausgabe 03 / 2014 | Seite 39 | ID 42531016