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·Fachbeitrag ·Reiserecht

Anzahlungen für Pauschalreisen von Reiseveranstaltern

| Klauseln in Reiseverträgen, die eine zu leistende Auszahlung von 25 Prozent bzw. 30 Prozent des Reisepreises regeln, den Zeitpunkt der Fälligkeit der Restzahlung auf 40 Tage vor Reiseantritt festschreiben und Stornopauschalen vorsehen, die nicht den Anforderungen des § 651i Abs. 3 BGB genügen, sind unwirksam. |

 

Diese Auffassung des OLG Frankfurt (16.1.14, 16 U 78/13, Abruf-Nr. 141266) beeinträchtigt die Liquidität von Reiseveranstaltern und kann einen weitergehenden Schaden verursachen, wenn später keine auskömmliche Zahlung erfolgt und aufgrund des Zeitablaufs der Reiseplatz nicht anderweitig besetzt werden kann. Das OLG hält eine über 20 Prozent des Reisepreises hinausgehende Anzahlung für unangemessen.

 

MERKE | Eine 20-prozentige Anzahlung hat auch der BGH unbeanstandet gelassen (NJW 06, 3134). Das OLG Dresden (NJW-RR 12, 1134) und das OLG Köln (WRP 13, 115) haben deutlich gemacht, dass dies aber nicht die absolute Obergrenze darstellen muss. Entscheidend sei, welchem Kostenanfall der Reiseanbieter im Zeitpunkt der Fälligkeit der Anzahlung selbst ausgesetzt sei.

 
Quelle: Ausgabe 05 / 2014 | Seite 77 | ID 42657409