logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

·Fachbeitrag ·Maklervertrag

Abweichungen können Vertragsanspruch entfallen lassen

| Nach § 652 Abs. 1 S. 1 BGB steht dem Makler eine Vergütung nur zu, wenn der beabsichtigte Vertrag tatsächlich zustande kommt. Führt die Tätigkeit des Maklers zum Abschluss eines Vertrags mit anderem Inhalt, entsteht kein Anspruch auf Maklerlohn. |

 

Darauf hat der BGH (6.2.14, III ZR 131/13, Abruf-Nr. 140612) in einem Fall hingewiesen, in dem der tatsächliche Kaufpreis vom ursprünglich genannten Preis um 50 Prozent abwich. Eine Ausnahme von diesem Leitsatz kommt in Betracht, wenn der Kunde mit dem tatsächlich abgeschlossenen Vertrag wirtschaftlich denselben Erfolg erzielt. Dabei sind stets die Besonderheiten des Einzelfalls maßgebend. Allein eine Abweichung im Preis genügt aber nicht, da dieser meist verhandelt wird und der Verkäufer seine Vorstellungen oft nicht durchsetzen kann. Soweit sich die Abweichungen im Rahmen dessen halten, womit der Maklerkunde bei Beauftragung des Maklers gerechnet hat, können sie den Provisionsanspruch nicht ausschließen (BGH NJW 87, 1628; NJW 80, 123).

 

MERKE | Eine Abweichung von 15 Prozent zwischen dem avisierten und dem erzielten Kaufpreis genügen danach nicht (BGH NJW 08, 651), bei einer Abweichung von 50 Prozent ist die Kongruenz dagegen regelmäßig zu verneinen.

Quelle: Ausgabe 08 / 2014 | Seite 131 | ID 42775814