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·Fachbeitrag ·Maklerrecht

Versicherungsmakler dürfen Schäden nicht regulieren

| Die Schadensregulierung im Auftrag des Versicherers gehört nicht als Nebenleistung zum Berufs- oder Tätigkeitsbild des Versicherungsmaklers. |

 

Der BGH schützt mit dieser Aussage die Rechtsdienstleister (14.1.16, I ZR 107/14, Abruf-Nr. 186448). Er geht von dem in § 59 Abs. 3 VVFG niedergelegten Berufs- und Tätigkeitsbild des Versicherungsmaklers aus, das durch die Vermittlung von Versicherungsverträgen geprägt sei. Eine Doppeltätigkeit des Versicherungsmaklers sowohl für den Versicherer als auch für den Versicherungsnehmer bei der Vermittlung von Versicherungsverträgen entspreche nicht diesem gesetzlichen Leitbild.

 

Damit unterscheidet sich das Berufsbild des Versicherungsmaklers grundlegend von dem des Handelsmaklers nach § 98 HGB, der von beiden Parteien beauftragt wird, und von dem anderer Makler im Sinne von § 652 BGB, die unter bestimmten Voraussetzungen (etwa als Immobilienmakler) ebenfalls für beide Parteien der von ihnen vermittelten Verträge tätig werden dürfen.

 

 

PRAXISHINWEIS | Der Versicherungsmakler kann entweder selbst eine Inkassoerlaubnis erwerben, indem er den Sachkundelehrgang nach dem RDG besucht (www.inkassoakademie.de), oder er kooperiert mit Inkassounternehmen, die vielfältige Vergütungsmodelle anbieten, die den Interessen des Maklers wie dem Mandanten entsprechen können. Ist der Mandant bereit, in jedem Fall die Kosten zu tragen, kommt auch die Kooperation mit dem Rechtsanwalt in Betracht. Diese ist vorzuziehen, wenn schwierige Rechtsfragen zu beantworten und eine gerichtliche Auseinandersetzung absehbar sind.

 
Quelle: Ausgabe 08 / 2016 | Seite 130 | ID 44158187