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·Fachbeitrag ·E-Commerce

Manipulation bei eBay kann teuer werden

| Erhält der Anbieter unter Verstoß gegen die eBay-Bedingungen über ein weiteres Benutzerkonto am Ende der Angebotsdauer das Höchstgebot, wird der zuletzt überbotene Bieter gemäß § 162 BGB so gestellt, als sei mit dem Inhalt seines letzten Höchstgebots ein Kaufvertrag zustande gekommen. |

 

Diese Sichtweise der Instanzgerichte hat jetzt der BGH (24.8.16, VIII ZR 100/15, Abruf-Nr. 188841) bestätigt. Er tritt damit dem Bestreben von Anbietern entgegen, einerseits durch ein niedriges Mindestgebot Gebühren zu sparen, andererseits durch verdeckte eigene Gebote einen „zu niedrigen“ Verkauf zu vermeiden. Wie der Fall zeigt, kann dies teuer werden. So musste der Beklagte die Differenz zwischen dem Wert des Pkw von 16.500 EUR und dem letzten Gebot vor der kausalen Manipulation von 1,50 EUR als Schadenersatz zahlen.

 

MERKE | Der BGH hat seine Rechtsprechung bekräftigt, dass sich der Vertragsschluss bei eBay-Auktionen nicht nach § 156 BGB (Versteigerung) beurteilt, sondern nach den allgemeinen Regeln des Vertragsschlusses (§§ 145 ff. BGB). Danach richte sich das vom Anbieter im Rahmen einer eBay-Auktion erklärte Angebot nur an „einen anderen“, mithin an einen von ihm personenverschiedenen Bieter.

 
Quelle: Ausgabe 10 / 2016 | Seite 168 | ID 44258187