logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

·Fachbeitrag ·Forderungsbeitreibung

Erstmals seit sechs Jahren Wohngelderhöhung

| Zum 1.1.16 wurde das Wohngeld erhöht. Hiervon werden mehr als 320.000 Haushalte profitieren, die neu oder wieder wohngeldberechtigt sind. |

 

Diesen Umstand kann der Gläubiger nutzen, will er Forderungen beitreiben. Denn gerade Schuldnerhaushalte sind oft wohngeldberechtigt und können so ihre Einkommenssituation verbessern. Das versetzt sie häufig in die Lage, auf offene Forderungen zumindest bescheidene Raten zu zahlen.

 

  • Beispiel

Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, die für 520 EUR Bruttokaltmiete in Essen wohnt und über ein Bruttoeinkommen von monatlich 1380 EUR verfügt, erhält seit dem 1.1.16 ein Wohngeld in Höhe von 137 EUR. Nach altem Recht hatte sie nur Anspruch auf 52 EUR. Berücksichtigt man Kindergeld und Unterhaltszahlungen des Kindesvaters, kann (§ 850c Abs. 4 ZPO!) sich ein pfändbarer Betrag ergeben.

 

 

PRAXISHINWEIS | Sprechen Sie Ihre Schuldner aktiv darauf an, ob sie Wohngeld erhalten bzw. beantragt haben. Das Argument, das sei früher erfolglos gewesen, trägt nun nicht mehr. Detaillierte Informationen und einen aktuellen Wohngeldantrag finden Sie unter www.wohngeld.org.

 

Das Bundesumweltministerium unterhält einen Wohngeldrechner (https://secure.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/wohngeld/wohngeldrechner/?no_cache=1), mit dem Sie überschlagen können, ob ein Anspruch auf Wohngeld möglich ist.

 
Quelle: Ausgabe 02 / 2016 | Seite 23 | ID 43802508