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·Fachbeitrag ·Kindergeld

Konsekutives Masterstudium ist Teil der Erstausbildung

| Ein Masterstudium ist Teil einer einheitlichen Erstausbildung, wenn es zeitlich und inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang abgestimmt ist und das - von den Eltern und dem Kind - bestimmte Berufsziel erst darüber erreicht werden kann (BFH 3.9.15, VI R 9/15, DStR 15, 2601, Abruf-Nr. 180929 [entgegen BMF-Schreiben BStBl. I 11, 1243]). |

 

MERKE | Beim Unterhalt gilt Folgendes: Macht der Unterhaltsberechtigte erst den Bachelor, dann den Master, müssen die Eltern den Master im Regelfall finanzieren (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 11, 1067; Wendl/Dose/Klinkhammer, Unterhaltsrecht, 9. Aufl., § 2 Rn. 82; eher für getrennte Ausbildungsabschnitte: OLG Celle FamRZ 10, 1456 VKH-Entscheidung). Erforderlich ist aber enger zeitlicher Zusammenhang des Masters zum Bachelor (Wendl/Dose/Klinkhammer, a.a.O.) und ein fachlicher Zusammenhang (Palandt/Brudermüller, 74. Aufl., § 1610 Rn. 33).

 

Ist der Student unterhaltspflichtig, greift demgegenüber die gesteigerte Unterhaltspflicht gem. § 1603 Abs. 2 BGB. Es ist im Einzelfall abzuwägen (BGH FamRZ 11, 1041 ff.) und zu prüfen, ob der Student nach dem Bachelor dauerhaft zumindest den Mindestkindesunterhalt sicherstellen kann. Ist dies der Fall, muss er regelmäßig seinen Abschluss als Bachelor ausnutzen und eine Berufstätigkeit aufnehmen.

 
Quelle: Ausgabe 01 / 2016 | Seite 2 | ID 43748736