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·Fachbeitrag ·Betreuungsrecht

Pflicht des Gerichts zur Anhörung/Vorführung des Betroffenen

| Vor der Bestellung eines Betreuers darf das Gericht unter den Voraussetzungen des § 34 Abs. 3 S. 1 FamFG nur von der Anhörung des Betroffenen absehen, wenn dessen Vorführung unverhältnismäßig ist und das Gericht zuvor sämtliche nicht mit Zwang verbundenen Versuche unternommen hat, um den Betroffenen zu befragen oder sich von ihm einen persönlichen Eindruck zu verschaffen (BGH 26.11.14, XII ZB 405/14, Abruf-Nr. 174421. |

 

PRAXISHINWEIS | Auch der Sachverständige muss den Betroffenen persönlich untersuchen bzw. befragen, § 280 Abs. 2 S. 1 FamFG. Sonst ist das Gutachten unverwertbar (BGH 3.12.14, XII ZB 355/14). Weigert sich der Betroffene insoweit, kann das Gericht dessen Vorführung anordnen, § 283 Abs. 1 und 3 FamFG.

 
Quelle: Ausgabe 03 / 2015 | Seite 37 | ID 43188599