logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen
Unterhalt
Streitwert bei Unterhaltsrückständen
Bei der Streitwertberechnung ist der insgesamt geltend gemachte Unterhalt einschließlich freiwilliger Zahlungen maßgebend (OLG Celle 1.10.02, 10 WF 251/02, FamRZ 03, 465, Abruf-Nr. 042630).
Praxishinweis
Der Streitwert für Unterhaltsverfahren bemisst sich gemäß § 17 Abs. 1 S. 1, Abs. 4 (jetzt § 42 GKG n.F.), § 18 GKG (jetzt § 44 GKG n.F.). In der Praxis kommt es häufig vor, dass der Unterhaltsschuldner freiwillig nur einen Teil der geforderten Unterhaltssumme leistet. Der Unterhaltsberechtigte hat in diesem Fall nicht nur ein Titulierungsinteresse am Spitzenbetrag über die freiwilligen Zahlungen des Unterhaltspflichtigen hinaus, sondern am insgesamt geltend gemachten Unterhalt einschließlich freiwilliger Zahlungen. Daher bemisst sich der Streitwert auf Unterhaltsrückstände nach der gesamten Forderung.
Für die Wertberechnung ist es unerheblich, dass der Beklagte bereit ist, einen Teil der geforderten Leistungen zu erbringen. Maßgebend für die Streitwertberechnung sind die Anträge des Unterhaltsberechtigten (Madert/Müller-Rabe, Kostenhandbuch Familiensachen, B V Rn. 52 m.w.N.).
Quelle: Familienrecht kompakt - Ausgabe 11/2004, Seite 191
Quelle: Ausgabe 11 / 2004 | Seite 191 | ID 102978