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 ·  ZuckeralternativenNeue Hinweise auf Krebsrisiko durch Verzehr von Süßstoffen

| Eine große prospektive Kohortenstudie aus Frankreich hat gezeigt, dass künstliche Süßstoffe, die weltweit in vielen Lebensmitteln und Getränken als Zuckeralternative zu finden sind, mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht werden können. Bisher fehlten solide epidemiologische Beweise zur vermuteten Karzinogenität der Zuckeralternativen. |

Neue Hinweise auf Krebsrisiko durch Verzehr von Süßstoffen
( Bild:  Sugar Dish / Steve Snodgrass / CC CC BY 2.0 )

 

Untersucht wurden der Konsum der am häufigsten verzehrten Süßstoffe Aspartam, Acesulfam-K und Sucralose sowie eine mögliche Verbindung zur Krebsinzidenz bei 102.865 Studienteilnehmern (ohne Krebserkrankung), die an sechs Tagen 24-h-Ernährungstagebücher führten. Das Krebsrisiko stieg vor allem mit dem Verzehr von Aspartam- und Acesulfam-K: Bei 3.358 Probanden wurde im Median nach knapp acht Jahren Krebs diagnostiziert. Dabei zeigte sich Aspartam mit Brustkrebs und Adipositas-assoziierten Krebsarten assoziiert. Künstliche Süßstoffe, die in vielen Lebensmittel- und Getränkemarken weltweit verwendet werden, sind offenbar keine sichere Alternative zu Zucker.

 

Quelle

  • Debras C et al. Artificial sweeteners and cancer risk: Results from the NutriNet-Santé population-based cohort study. PLoS Med 2022; 19(3):e1003950. doi.org/10.1371/journal.pmed.1003950.