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 ·  LeitlinienDGMKG aktualisiert Leitlinie zum Mundhöhlenkarzinom

| Die S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms ist unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) aktualisiert worden. Dabei hat die DGMKG 74 Empfehlungen überprüft und weitere 24 angepasst oder neu hinzugefügt. Neu sind unter anderem Empfehlungen zur Halslymphknotenentfernung und Immuntherapie. [1] |

DGMKG aktualisiert Leitlinie zum Mundhöhlenkarzinom
( Bild:  © Wim Lanclus - fotolia.de )

Selektive Neck-Dissection verbessert die Prognose

Im Jahr erkranken insgesamt etwa 10.000 Männer und Frauen an einem Mundhöhlenkarzinom, Männer sind häufiger betroffen. Bei der Behandlung kommen ‒ je nach Schwere der Erkrankung ‒ meist eine Operation und/oder eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie in Betracht.

 

In 20 bis 40 % aller Erkrankungsfälle bilden sich Metastasen in den Halslymphknoten. Auch wenn die Lymphknoten in der Bildgebung unauffällig erscheinen, soll vorbeugend eine selektive Neck-Dissection durchgeführt werden, eine operative Entfernung ausgewählter Lymphknoten des Halses. „Die Metastasen dort sind oftmals so klein, dass sie trotz einer genauen Bildgebung nur schwer diagnostiziert werden können. Werden die Halslymphknoten prophylaktisch entfernt, ist die Prognose für den Betroffenen deutlich verbessert“, so der Koordinator der S3-Leitlinie Prof. Klaus-Dietrich Wolff, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Klinikum rechts der Isar.