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 ·  Gesellschaft Master of Science Kieferorthopädie e. V.Erstes Master Sommer-Symposium

| Ihr erstes Master Sommer-Symposium veranstaltete die Gesellschaft Master of Science Kieferorthopädie (GMSCKFO) e. V. am 19.06.2021 im Papa Rhein Hotel in Bingen. Vorträge zum Thema Aligner und Diskussionsrunden prägten diese Fachtagung. Im Anschluss erfolgte im Rahmen der Hauptversammlung die Neuwahl des Vorstands. „Alle sind getestet, geimpft oder genesen und wir Zahnärzte und Zahnärztinnen freuen uns auf persönliche Begegnung und kollegialen Austausch“, so begrüßte Vorständin Dr. Pàlma Croy, MSc., Zirndorf, die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. |

Erstes Master Sommer-Symposium
( Bild:  ©Robert Kneschke - stock.adobe.com )

Fachlicher Austausch ist wichtig

„Das Leben als Mensch und Zahnarzt könnte so schön sein“, mit diesem Satz stieg Dr. Birgit de Taillez, MSc. in ihre Präsentation ein. Die hessische Zahnärztin stellte dar, welchen Stellenwert die präzise Dokumentation der Behandlungsabläufe hat, wieviel Zeit und Energie dafür allerdings auch aufzuwenden sind. „Wer hat es in seiner Praxis nicht schon selbst erlebt, dass eine Behandlung aufwendiger wird als geplant. Es kann jeden treffen, dass man trotz einer Therapiestrategie nach bestem Wissens und Gewissen den Patienten nicht zufriedenstellen kann.“ Jeder habe in seiner Karriere schon einmal einen solchen Fall, der dann überproportional viel Lebenszeit fresse. Zeit, die man lieber in die Arbeit an den Patienten investieren würde oder in die Familie. „Verlorene Lebenszeit“, seufzte Dr. de Taille und stieß damit auf große Zustimmung und Verständnis bei den Kolleginnen und Kollegen. „Wichtig ist: Bleibt im Gespräch und sucht den fachlichen Austausch miteinander“, ermutigte die Zahnärztin ihre Kolleginnen und Kollegen.

Symbiose von Kieferorthopädie und IT

Erkenntnisse zur patientengerechten Aligner-Therapie lieferten Zahnarzt Stefan Roth MSc., Dr. Greta Skoberla, MSc. und IT-Spezialist Torsten Schmitt: „Die Nachfrage von Patienten nach kieferorthopädischen Korrekturen mittels Aligner ist aufgrund der aktuellen Werbung, die derzeit überall in den Medien zu sehen ist, gestiegen und das Angebot ist groß“, sagte Roth. „Genau das richtige Therapieprogramm für den Patienten zu finden, ist die Kunst.“ Der Zahnarzt aus Gütersloh schätzt Aligner, da sie flexiblere kieferorthopädische Korrekturmöglichkeiten von einem Zahn bis zum kompletten Kiefer böten. In seinem Praxislabor produziert er mit biologisch abbaubarem Material. Das sei nicht nur preislich attraktiv, sondern ermögliche auch einen kurzfristigeren Beginn und schnellere Anpassung. So seien die Zahnbewegungen während der gesamten Therapiedauer effektiv durch den Behandelnden kontrollier-bar. Moderne Technik mache es möglich: Scanner, Drucker, Arbeitsmaterial und -zeit, dazu IT-Kenntnisse und das erforderliche Know-How seien ein Muss zur Erstellung von Alignern, so Roth. Er sei froh, einen IT-Fachmann wie Torsten Schmitt zur Seite zu haben.

Neuer Vorstand

„Wir sind jung, im direkten Sinne. Dazu gehört, dass auch der Vorstand jung bleibt. Es wird Zeit für Veränderung und Verjüngung im Vorstand“, mit diesen Worten leitete Dr. Pálma Croy die Vorstandswahlen bei der anschließenden Mitgliederversammlung ein. Nach vier Jahren im Amt wollte die erste Vorsitzende und Gründerin der GMSCKFO die Aufgaben des Vorstandes in jüngere Hände geben. Nach dem Bericht der amtierenden Schatzmeisterin Dr. Hanna Hinkelmann, MSc., plädierten die anwesenden Mitglieder einstimmig für offene Wahlen. Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Stefan Roth gewählt. Der Zahnarzt mit Masterabschluss in Kieferorthopädie, 7-jähriger Praxiserfahrung und Praxen in Arnsberg und Gütersloh löste damit die bisherige erste Vorsitzende ab. Zur zweiten Vorsitzenden wählte die Versammlung Dr. Birgit de Taillez. „Wir möchten in unserer Fachkompetenz wahrgenommen wer-den“, das ist ihr Anliegen mit Blick in die Zukunft. Die Zahnärztin mit Master in Kieferorthopädie praktiziert seit 29 Jahren und hat zusammen mit ihrem Ehemann André de Taillez eine Praxis in Neukirchen, Knüll.

 

Zudem nominierten und wählen die Mitglieder der Gesellschaft die seit 7 Jahren praktizierende Zahnärztin Dr. Bianca Croy, MSc. aus Zirndorf bei Nürnberg ‒ sie ist künftig für das Marketing zuständig. Zur Schatzmeisterin wurde die seit 9 Jahren praktizierende Zahnärztin Dunja Deichsel, MSc., aus Solingen gewählt. Ebenfalls seit 9 Jahren praktisch und wissenschaftlich aktiv ist Dr. Greta Skoberla, MSc., aus Bonn ‒ sie übernahm das Amt der Fortbildungsbeauftragten.

Bitte nicht fürs Archivs schreiben!

Wer einmal eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben hat, weiß, wieviel Zeit und Arbeit dafür erforderlich sind. Daher sollten Masterarbeiten nicht nur einmal gelesen werden, um dann in einem Archiv zu landen. Um Masterarbeiten künftig besser zu würdigen und anderen zugänglich zu machen, plant die GMSCKFO, auf ihrer Homepage demnächst einen sogenannten „Wissenspool“ aufzubauen, der für ihre Mitglieder verfügbar ist.

 

Die GMSCKFO bietet Zahnärztinnen und Zahnärzten mit Masterstudium Kieferorthopädie eine Plattform zu wissenschaftlichem, professionellem und gesellschaftlichem Diskurs. Mit dem Ausbau der sogenannten „Study-Clubs“, den regionalen Fachgruppen, soll dieses Anliegen gestärkt werden. Quantitativ und qualitativ das Wachstum der Gesellschaft zu fördern, Symbiosen zu stärken und für den Austausch auf professioneller Ebene zu sorgen, dafür möchte sich der neue Vorstand einsetzen.

 

Weiterführende Hinweise

  • Die Gesellschaft Master of Science Kieferorthopädie e. V. (GMSCKFO) wurde am 25.03.2017 in Köln gegründet. Die Zielsetzung: Der Austausch sowohl wissenschaftli-cher als auch praktischer Erkenntnisse und Erfahrungen sowie der Ausbau der Zu-sammenarbeit mit in- und ausländischen Kollegen zur Förderung des Wissens im Fachgebiet Kieferorthopädie. Die Gesellschaft hat den Status der Gemeinnützigkeit

Quelle: ID 47757514