logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

·Fachbeitrag ·Fallbericht

Erhaltung eines querfrakturierten Frontzahns mithilfe einer chirurgischen Extrusion

| Die chirurgische Extrusion stellt eine bewährte Methode dar, einen Zahn mit Kronen-/Wurzelfraktur zu erhalten. Das dargestellte Behandlungskonzept zeigt, dass eine Restauration durch die Wiederherstellung der biologischen Breite mithilfe der chirurgischen Extrusion möglich und sinnvoll ist. |

 

Der Überweisungspatient stellte sich 2009 mit der Diagnose Frontzahntrauma (11 Kronen-/Wurzelfraktur, 21 palatinale Luxation, 22 Avulsion) in der Schmerzambulanz vor. Die Therapiemöglichkeiten wurden mit dem Patienten besprochen. Zahn 11 sollte erhalten werden. Die Zähne wurden zunächst mit einer TTS-Schiene von 12–23 stabilisiert und der Bruchspalt des Zahnes 11 mit Komposit versiegelt. 21 wurde trepaniert und mit einer medikamentösen Einlage (Ledermix®) versorgt. Zahn 22 wurde beim Hauszahnarzt durch ein Implantat ersetzt und 21 obturiert.

 

Zahn 11 wurde unter Zuhilfenahme von Kofferdam und OP-Mikroskop in einer Sitzung wurzelkanalbehandelt und obturiert. Dabei wurde die Zahnkrone nicht entfernt und als Provisorium belassen. In der zweiten Behandlungssitzung wurde der Zahn chirurgisch extrudiert und die Zahnkrone so umgeformt, dass Wurzel und Krone in extrudierter Position an der TTS fixiert wurden. Vier Wochen postoperativ wurde die Schiene entfernt und zwei Wochen später der Zahn mit einem Glasfaserstiftaufbau und einer Vollkeramikkrone restauriert. Das Behandlungsergebnis ist stabil und wird regelmäßig seit fünf Jahren reevaluiert.

 

Quelle

  • Holcher C. Chirurgische Extrusion von Zahn 11 mit anschließender definitiver Restauration: ein 5-Jahres-Recall. 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und 2. Gemeinschaftstagung der DGZ und der DGET mit der DGPZM und der DGR²Z, München, 12.-14. November 2015.
Quelle: Seite 20 | ID 43778518