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 ·  ErosionenHaben zinnhaltige Mundspülungen langfristig Auswirkungen auf das Speichelmikrobiom?

| Zinnverbindungen in Kombination mit Fluorid bilden eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche, aus der sich unter sauren Bedingungen Zinnionen in die obere Schmelzschicht einlagern. So schützen sie vor Erosionen. Wissenschaftler aus Leipzig haben jetzt untersucht, ob eine Langzeitanwendung von solchen Mundspüllösungen möglicherweise das Speichelmikrobiom verändern könnte. |

Haben zinnhaltige Mundspülungen langfristig Auswirkungen auf das Speichelmikrobiom?
( Bild:  ©Davizro Photography - stock.adobe.com )

Selektive Wirkung nur auf pathogene Mikroorganismen?

Zinnverbindungen in Kombination mit Fluorid in Mundpflegeprodukten wie Zahnpasta oder Mundspüllösungen haben bislang schon in zahlreichen Studien eine Schutzwirkung gegenüber Erosionen gezeigt. Zudem besitzen Zinnionen aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirkung eine Schutzfunktion gegenüber Karies und Parodontitis. Bisher gibt es allerdings keine Erkenntnisse darüber, wie das Speichelmikrobiom in seiner Gesamtzusammensetzung auf zinnfluoridhaltige Mundspüllösungen nach längerer Anwendung wirkt. Wünschenswert wäre, dass auch langfristig nur die pathogenen Mikroorganismen reduziert würden.

Randomisierte kontrollierte klinische Studie

Die Wissenschaftler rekrutierten für die Test- und die Kontrollgruppe jeweils 27 Probanden.