Suchen

 ·  Covering 10-Jahre-Nachbeobachtungsstudie: Veneers bei Fluorose

| Fluorosebedingte Schmelzveränderungen werden als weiße Linien oder unscharfe Bereiche in leichten Fällen bis hin zu deutlichen Verfärbungen und Schmelzabplatzungen als Zeichen einer schweren Form sichtbar. Türkische Wissenschaftler analysierten die klinische Qualität, Erfolgsraten und geschätzte Überlebensdauer von Lithiumdisilikat-Glaskeramikveneers bei Fluorose-Patienten retrospektiv über zehn Jahre. |

10-Jahre-Nachbeobachtungsstudie: Veneers bei Fluorose
( Bild:  ©madeinitaly4k - stock.adobe.com )

 

Dieses Material erfordert nur eine minimale Reduktion der Zahnsubstanz und liefert dank seiner Transluzenz ein ästhetisches Ergebnis als langfristige Lösung aufgrund seiner Materialeigenschaften. 34 Patienten erhielten 358 Lithiumdisilikat-Keramikveneers (254 Oberkieferfront, 104 Unterkiefer, IPS e.max Press/Ivoclar Vivadent). Jährlich erfolgten Kontrollen hinsichtlich Randschluss, Farbe, Randverfärbungen, Oberflächenrauigkeit, Frakturen an der Verbindung Zahn/Restauration, Abnutzung von Restauration und Antagonist, Karies und postoperativer Empfindlichkeit. Dabei zeigten sich u. a. verschiedene Ausprägungen von Rissen bis hin zu Frakturen, teils erfolgte ein erneutes Kleben, einige Veneers gingen verloren. Aufgrund der hohen Überlebensrate von ≥ 0,997 für die Dauer von zehn Jahren und der exzellenten Ästhetik setzt die Studie bei fortgeschrittener Fluorose auf Keramikveneers und empfiehlt, diese einer Kronenrestauration vorzuziehen.

 

Quelle

  • Demirekin ZB, Turkaslan S. Laminate veneer ceramics in aesthetic rehabilitation of teeth with fluorosis: a 10-year follow-up study. BMC Oral Health 2022, 22:42, doi.org/10.1186/s12903-022-02079-4.