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 ·  CME-BeitragHerausforderung Zahnbehandlungsangst

| In der Praxis begegnen Zahnärztinnen und Zahnärzte immer wieder Menschen mit enormer Zahnbehandlungsangst ‒ eine besonders kommunikationsintensive Herausforderung. Da Ängste vor dem Zahnarzttermin noch immer als „normal“ gelten, ist es schwierig, eine profunde Angststörung als solche zu erkennen und die Zahnbehandlungsphobie mit oder ohne Krankheitswert differentialdiagnostisch abzuklären. Eine Zahnbehandlungsangst mit Krankheitswert liegt bei ca. 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung vor [1]. |

Herausforderung Zahnbehandlungsangst
( Bild:  Angst / Mirko Waltermann / CC CC BY 2.0 )

Krankheitswert vom Zahnmediziner nicht zu diagnostizieren

Eine differentialdiagnostische Abgrenzung der Zahnbehandlungsangst mit oder ohne Krankheitswert kann in der zahnärztlichen Praxis nicht vorgenommen werden. Der Zahnarzt kann den diagnostischen Prozess nur einleiten und Hinweise sammeln. Hinweise auf eine Zahnbehandlungsangst mit Krankheitswert sind eine lange Abstinenz jeglicher Zahnarztbesuche aufgrund von Angst vor der Zahnbehandlung und / oder den eigenen Angstreaktion.

Zahnbehandlungsangst ist eine spezifische Phobie

Zahnbehandlungsangst wird in den klinischen Klassifikationssystemen als spezifische Phobie eingeordnet. Deren Kennzeichen sind intensive Furcht während der Behandlung oder deren Vermeidung, verbunden mit deutlichem Leidensdruck und dem Auftreten von mindestens zwei der bekannten Angstsymptome. „Spezifisch“ ist die Zahnbehandlungsangst mit Krankheitswert, da diese Symptome sich auf den Kontext der Zahnbehandlung beschränken.