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 ·  Kostenloses WLANDas digitale Wartezimmer wird zunehmend erwartet

| Kostenfreies WLAN, digitale Publikumsmagazine und digitale Informationsangebote: Das digitale Wartezimmer steht nicht zuletzt bei der jüngeren Generation hoch im Kurs. Knapp vier von zehn Deutschen (37,61 Prozent) wünschen sich eine schnelle und kostenfreie WLAN-Verbindung im Wartebereich. Etwa genauso viele (38,31 Prozent) hätten im Wartezimmer gern digitale Informationsangebote zu möglichen Diagnostik- und Therapieleistungen der Praxis, die über das eigene oder zur Verfügung gestellte Endgerät wie etwa Tablets abrufbar sind. |

Das digitale Wartezimmer wird zunehmend erwartet
( Bild:  ©natanaelginting - stock.adobe.com )

 

Ob WLAN oder Informationsmaterial: Je jünger die Patienten, desto wichtiger ist ihnen die digitale Ausstattung. Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave (socialwave.de) hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork 1.005 Menschen über 18 Jahre zur Digitalisierung des Gesundheitswesens befragt hat. Auch das von Patienten so geschätzte Zeitschriftenlesen beim Arztbesuch ist von einem Teil der Deutschen digital erwünscht. Mehr als jeder fünfte Versicherte (22,19 Prozent) würde die Magazine gern digital konsumieren. Auch hier gilt: Je jünger die Befragten, desto wichtiger sind ihnen digitale Lesezirkel.

 

PRAXISTIPP | „Dass das Surfen im Internet oder das Streamen von Filmen und Podcasts die Wartezeit zumindest subjektiv verkürzen kann, ist keine neue Erkenntnis. Die Ergebnisse sollten PraxisinhaberInnen allerdings dazu motivieren, insgesamt über digitale Unterhaltungs- und Informationsangebote nachzudenken. Patienten-WLAN ist gewissermaßen die Basis eines bedürfnisorientierten Wartezimmers“, konstatiert Felix Schönfelder, Geschäftsführer von Socialwave. Dem Experten zufolge wird das Potenzial des Wartebereichs für das Wohlbefinden der Patienten sowie das Image einer Praxis von den meisten Praxisinhabern noch immer unterschätzt.

 

Weiterführende Hinweise

  • Die deskriptive Statistik der Studie macht die Bedeutung des Alters deutlich. Personen, denen Digitalisierungsangebote wichtig sind, sind jünger als in der Befragtenstatistik insgesamt. Das Alter zeigt in allen drei untersuchten Punkten einen schwachen negativen signifikanten Einfluss. Besonders das Angebot von digitalen Magazinen (60,1%) und WLAN (52,6%) zeigen abweichende Werte. 60 Prozent der Befürworter von digitalen Magazinen im Wartezimmer sind jünger als 51 Jahre, bei WLAN sind es mehr als die Hälfte. Den Zusammenhang verdeutlichen zudem lineare Regressionsanalysen: Das Alter hat einen signifikanten Einfluss auf die Wichtigkeit verschiedener Digitalisierungsangebote in Arztpraxen. Die untersuchten Digitalangebote sind jüngeren Patienten wichtiger als älteren. Am stärksten ist der Zusammenhang beim digitalen Informationsangebot.
  • Demografie: Insgesamt haben 1.005 Bürger im Alter von 19 bis 85 Jahre an der Befragung teilgenommen. 49,6 Prozent (498) der Probanden sind weiblich, 50,4 Prozent (507) männlich. Die Befragten sind im Durchschnitt 50,6 Jahre alt (SD=16.45), das Alter ist normalverteilt. Dabei sind 15,3 Prozent 18 bis 30 Jahre, 15,8 Prozent 31 bis 40 Jahre, 16,7 Prozent 41 bis 50 Jahre, 20,7 Prozent 51 bis 60 Jahre, 16,1 Prozent 61 bis 70 Jahre und 15,3 Prozent älter als 70 Jahre alt. 27,5 Prozent (276) leben in einem 1 Personen-Haushalt (PHH), 46,2 Prozent (464) in einem 2-PHH, 14,4 Prozent (145) in einem 3-PHH, neun Prozent (90) in einem 4-PHH, 2,4 Prozent (24) in einem 5-PHH, 0,5 Prozent (5) in einem 6-PHH und 0,1 Prozent (1) in einem 8-PHH. 50,4 Prozent (507) sind verheiratet, 49,6 Prozent (498) ledig. Mit Blick auf den höchsten Bildungsabschluss verfügen vier Prozent (40) über einen Hauptschulabschluss, 14,3 Prozent (144) über die mittlere Reife, 9,2 Prozent über die Hochschulreife, 3,8 Prozent (38) über die Fachhochschulreife, 35,1 Prozent (353) über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 6,3 Prozent (63) über einen Fachhochschulabschluss und 25,3 Prozent (254) über einen Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Diplom, Magister). Zwei Prozent (20) haben promoviert und ausschließlich ein Teilnehmer hat keinen Abschluss. 6,3 Prozent (63) sind beruflich selbstständig, 39,3 Prozent (395) sind in Vollzeit und 14,2 Prozent (143) in Teilzeit angestellt, 1,8 Prozent (18) sind temporär (Elternzeit oder temporärer Beurlaubung) und 38,4 Prozent (386) langfristig nicht oder nicht mehr erwerbstätig. Das Netto-Haushaltseinkommen der Studienteilnehmer verteilt sich wie folgt: 11,2 Prozent (113) verdienen weniger als 1.000 Euro, 25,8 Prozent (259) zwischen 1.000 und 2.000 Euro, 25,6 Prozent (257) zwischen 2.000 und 3.000 Euro, 19,8 Prozent (199) zwischen 3.000 und 4.000 Euro, 9,9 Prozent (99) zwischen 4.000 und 5.000 Euro und 7,8 Prozent mehr als 5.000 Euro. Die Prozentangaben sind gerundet auf eine Nachkommastelle.
  • Datapuls 2021 ist eine bundesweite, repräsentative Studie zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die Studie versteht sich als langfristiges Barometer für die Patientenperspektive. Ihr Erkenntnisinteresse liegt bei der Erforschung der Bedürfnisse und Bedenken der Versicherungsnehmer mit Blick auf die großen Telemedizin-Projekte in Deutschland wie die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept oder die digitale Sprechstunde sowie andere gesundheitsbezogene Alltagsanwendungen. Herausgeber der quantitativen Erhebung ist die Socialwave GmbH, Lösungsanbieter für Praxis-WLAN und digitale Arzt-Patienten-Kommunikation. Durchgeführt hat die Befragung das Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork im Zeitraum zwischen dem 3. und 9. Dezember 2020. Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter: https://datapuls.social-wave.de.

Quelle: ID 47762787