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 ·  ArbeitgeberleistungenLeistungen an Arbeitnehmer für die Nutzung eines Fitnessstudios ‒ das sind die Spielregeln

Autor:  von Dipl.-Finanzwirt, M.A. (Taxation), Daniel Denker, Oldenburg und Dipl.-Finanzwirt Marvin Gummels, Hage, steuer-webinar.de

| Zahnärzte, die ihren Angestellten den Besuch eines Fitnessstudios bezuschussen wollen (z. B. in Form von Gutscheinen, Lizenzen oder zweckgebundenen Geldbeträgen) , sollten die daraus resultierenden steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Spielregeln kennen. Handelt es sich um Barlohn oder Sachlohn? Lässt sich die 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze nutzen, wenn es Jahresverträge sind? So lauten nur zwei von mehreren Fragen, die jüngst vom Bundesfinanzhof (BFH) beantwortet worden sind ( Urteil vom 07.07.2020, Az. VI R 14/18 ). Der Beitrag macht Sie mit der Entscheidung vertraut und schildert Ihnen die daraus resultierenden Gestaltungsoptionen. |

Leistungen an Arbeitnehmer für die Nutzung eines Fitnessstudios ‒ das sind die Spielregeln
( Bild:  ©Bojan - stock.adobe.com )

Nettolohnoptimierung durch 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze

Während bei regulären Gehaltserhöhungen durch Steuern und Sozialabgaben beim Arbeitnehmer oft weniger als die Hälfte ankommen, bietet die in § 8 Abs. 2 S. 11 Einkommensteuergesetz (EStG) verortete 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze einen lukrativen Ausweg. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, fallen bei Sachbezügen von bis zu 44 Euro im Monat (ab 01.01.2022: 50 Euro/Monat) weder Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge an. Der Vorteil kommt damit zu 100 Prozent „brutto wie netto“ beim Arbeitnehmer an. Daneben profitiert auch der Arbeitgeber. Denn auch die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung entfallen.