logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

24.09.2009 |Kinderzahnheilkunde

Motivation und Fluoridierung bei Kindern mit hohem Kariesrisiko

von Dr. med. dent. Kathrin Limberger, Erfurt

Dr. Kathrin Limberger, Zahnärztin am Amt für Soziales und Gesundheit, Arbeitskreis Jugendzahnpflege, Erfurt, untersuchte in einer Studie die karieshemmende Wirkung von elmex gelée®. An dieser Studie nahmen insgesamt 257 Erstklässler aus sechs Thüringer Schulen mit „Kariesrisikoeinstufung“ teil.  

 

Die Studie konzentrierte sich auf Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko. In der Altersgruppe der Sechs- bis Siebenjährigen liegt ein hohes Kariesrisiko vor, wenn mehr als fünf dmf-Zähne oder mindestens ein DMF-Zahn vorhanden sind. Von einer Einrichtung mit „Kariesrisiko­einstufung“ spricht man, wenn in dieser mehr als zehn Prozent der Kinder ein hohes Kariesrisiko aufweisen. 

 

Im Fokus stand das wöchentliche Zähnebürsten mit elmex gelée®. Zum einen bewirkt die Anwendung des Fluoridgels eine Härtung des Zahnschmelzes, die das Gebiss zusätzlich vor Karies schützen soll. Darüber hinaus erhalten Kinder durch das wöchentliche Zähne­putzen an der Schule einen zusätzlichen Prophylaxe-Impuls und werden dadurch motiviert, sich bewusster mit Zahnprophylaxe auseinanderzusetzen. Ziel dabei ist auch, die häusliche Mundhygiene zu fördern, um langfristig das gesamtheitliche Gesundheitsbewusstsein zu stärken. 

 

Die Kinder akzeptierten den „Zahnputz-Tag“ sehr schnell - inzwischen gehört dieses wöchentliche Zähneputzen einfach zum Schulalltag dazu und ist fest im Schulkonzept integriert. Es ist ähnlich wie die Hausaufgaben bereits in Normalität übergegangen. Das Spielerische spielt dabei keine unwesentliche Rolle: Jede Klasse besitzt ihren eigenen „Zahnputzbus“, der alle Zahnbürsten aufgeräumt verwahrt. Zudem unterstützen die Horterzieher/innen und die Lehrer/innen das Programm, wodurch sich eine zusätzliche Signalwirkung für die Kinder ergibt. 

 

Zu Beginn der Studie lag bei den Milchmolaren eine Karies­verbreitung von 3,64 dmft vor. Diese stieg über den Beobachtungszeitraum von zwei Jahren geringfügig auf 4,56 dmft an. Bei den bleibenden Molaren lag der Ausgangsbefund bei 0,1 DMFT, der sich im Beobachtungszeitraum minimal auf 0,22 DMFT erhöhte. Dieser geringe Karieszuwachs bei den Milchmolaren und den bleibenden Molaren ist vergleichbar mit dem von Kindern mit geringem Karies­risiko und zeigt, dass die Mundgesundheit bei diesen Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden konnte. 

Quelle: Seite 12 | ID 130218