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 ·  KassenabrechnungDigital gefräste und konventionelle Totalprothesen ‒ die Abrechnungsmodalitäten im Vergleich

| Totalprothesen werden im Bereich der restaurativen Prothetik derzeit noch überwiegend auf konventionelle Art und Weise hergestellt. Doch die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch, so z. B. digital gefräste Totalprothesen wie Flemming Denture. Der Workflow der digitalen Fertigung von Totalprothesen wurde bereits in AAZ 02/2021, Seite 7 ff., vorgestellt. In diesem Beitrag werden anhand von Beispielen die Honorarmodalitäten bei einer konventionellen Totalprothese mit denen einer digital gefrästen Prothese verglichen. |

Digital gefräste und konventionelle Totalprothesen ‒ die Abrechnungsmodalitäten im Vergleich
( Bild:  ©marcosrivero - stock.adobe.com )

Beispiel: konventionelle Totalprothese in der GKV

Bei einer 74-jährigen GKV-Patientin mit atrophierten zahnlosen Kiefern sind die acht Jahre alten insuffizienten Totalprothesen erneuerungsbedürftig. Nach Aufklärung über die Behandlungsalternativen entscheidet sich die Patientin für die konventionelle Fertigung der neuen Totalprothesen. Eine Implantation lehnt die Patientin ab. Funktionsanalytische Leistungen sind nicht vorgesehen.

 

Bild: IWW Institut
  • GKV-Honorare und Festzuschüsse: Übersicht
Kiefer
BEMA1)
Leistungsbeschreibung
Euro

OK

1 x 98b

Abformung mit individuellem Löffel im OK

56,00

UK

1 x 98c

Abformung mit individuellem Löffel im UK

75,00

OK

1 x 97a

Totale Prothese im Oberkiefer

245,00

UK

1 x 97b

Totale Prothese im Unterkiefer

285,00

Zwischensumme

661,00

Materialkosten2)

35,00

Laborkosten2) ca.

1.070,00

Gesamt

1.766,00

Festzuschüsse1)
60 %
70 %
75 %
100 %

1 x 4.2, 1 x 4.4

- 981,00

- 1.145,00

- 1.227,00

1.766,003)

Eigenanteil (Euro)

785,00

621,00

539,00

0,00