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·Fachbeitrag ·Einkommensteuer

Machen Sie die Krankenversicherungsbeiträge für Ihre Kinder steuerlich geltend

| Als Eltern können Sie auch die Beiträge Ihrer Kinder zu einer Krankenversicherung (bezogen auf die Basisversorgung) als Sonderausgaben geltend machen, die Sie im Rahmen der Unterhaltsverpflichtung übernommen haben. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie die Versicherungsbeiträge tatsächlich bezahlt haben. Entscheidend sind die Unterhaltspflicht und der Anspruch auf Kindergeld oder den Freibetrag nach § 32 Abs. 6 Einkommensteuergesetz (EStG) (Oberfinanzdirektion [OFD] Magdeburg, Verwaltungsanweisung vom 3.11.2011, Az: S 2221 - 118 - St 224, Abruf-Nr. 113712). |

 

Sonderausgabenabzug für Basisversorgung

Zur Erinnerung: Seit dem Jahr 2010 werden Ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung steuerlich besser berücksichtigt - allerdings nur bis zur Höhe des Basistarifs. Unter Basisversorgung versteht man eine Absicherung der Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung ohne Krankengeldversicherung. Werden im Krankenversicherungstarif auch über die Basisabsicherung hinausgehende Leistungen versichert - wie zum Beispiel die Chefarztbehandlung, Einbettzimmer oder eine zusätzliche Absicherung des Zahnersatzes -, ist nur der prozentuale Anteil, der auf die Basisabsicherung entfällt, als Sonderausgaben abziehbar.

 

MERKE | Ihre private Krankenversicherung teilt Ihnen regelmäßig die steuerlich absetzbaren Beitragsanteile zu Beginn eines Kalenderjahres mit.

Steuerlast durch Krankenversicherungsbeiträge der Kinder mindern

Die Beiträge Ihrer steuerlich zu berücksichtigenden Kinder können als Ihre eigenen Beiträge behandelt werden, wenn Sie diese im Rahmen der Unterhaltsverpflichtung tragen und für das Kind ein Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG oder Kindergeld besteht.

 

Dabei sollten Sie folgende Hinweise beachten:

 

  • Die Beiträge können insgesamt nur einmal steuerlich geltend gemacht werden. Beantragen die Eltern den Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des Kindes in voller Höhe als Sonderausgaben, scheidet ein Sonderausgabenabzug dieser Beiträge beim Kind natürlich aus.
  • Der Abzug der Beiträge darf zwischen Eltern und Kind aufgeteilt werden, sofern die Aufteilung nachvollziehbar ist.

 

PRAXISHINWEIS | In der Praxis wird der Sonderausgabenabzug in den meisten Fällen bei den Eltern günstiger sein, weil bei Kindern in Ausbildung oft gar keine oder nur eine geringere Steuerbelastung anfällt.

 
Quelle: Ausgabe 04 / 2012 | Seite 12 | ID 32545010