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  • ·Fachbeitrag ·Interview

    „Wenn Apotheken gegen Grippe impfen, wächst das öffentliche Bewusstsein für alle Impfungen“

    | Weil Impfungen in den vergangenen Jahrzehnten gut vor lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Diphterie, Poliomyelitis und Tetanus schützten, sind die Deutschen impfmüde. Dieses Präventionsparadox aufzulösen ist einer der Gründe für das bundesweit erste Modellprojekt zur Grippeimpfung in Apotheken. Darauf einigten sich der Apothekerverband Nordrhein und die AOK Rheinland/Hamburg im vergangenen Juli. Dr. Markus Reiz, Inhaber der Donatus-Apotheke in Bornheim bei Bonn und Mitglied des Vorstands des Apothekerverbands Nordrhein e. V., sprach mit Ursula Katthöfer (www.textwiese.com) darüber, wie die Impfungen angelaufen sind. |

     

    Frage: Sie waren bundesweit der erste Apotheker, der jemanden gegen Grippe geimpft hat. Sehen Sie sich als Vorreiter?

     

    Antwort: Als Vorreiter sehe ich mich nicht. Doch ich halte dieses Modellprojekt für sehr wichtig, da wir in Deutschland seit Jahren darum kämpfen, die Impfquote bei Grippe zu steigern. Mit keiner anderen Impfung können wir so viele Menschen retten. Die EU wünscht eine Impfquote von 75 Prozent, wir erreichen in Deutschland 30 bis 35 Prozent. Angesichts der Corona-Pandemie ist es noch wichtiger als sonst, gegen Grippe zu impfen.