· Betriebswirtschaftliche Apothekensteuerung
Wie rentabel sind Heimversorgung und Verblisterung für Apotheken wirklich?

von Strategieberater Florian Giermann, Ludwigshafen am Rhein
Apotheken, die Heime versorgen, leisten einen wichtigen Beitrag zur strukturierten und sicheren Medikamentenversorgung. In Zeiten des demografischen Wandels wird es zunehmend wichtiger, dass Fachleute die Arzneimittel auf Wechselwirkungen überprüfen, das Heim regelmäßig schulen und eng mit Pflegekräften und Ärzten zusammenarbeiten. Wer die Arzneimittel auch noch verblistert, kann den Automatisierungsgrad erhöhen und einen zusätzlichen Beitrag zur Patientensicherheit leisten. Ob die Heimversorgung oder gar das Verblistern wirtschaftlich ertragreich ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Rentabilität hängt von vielen Faktoren ab.
Grundlagen der Heimversorgung und Verblisterung
Die Heimversorgung durch Apotheken ist rechtlich klar geregelt. Gemäß § 12a Apothekengesetz (ApoG) müssen Apotheken und Pflegeeinrichtungen entsprechende Heimversorgungsverträge abschließen, die von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Die Bundesapothekerkammer gibt zusätzlich ausführliche Empfehlungen zur Qualitätssicherung. Diese umfassen die Qualifikation des Personals, die Prüfung der Verordnungen und die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Arzneimittel. Die praktische Umsetzung ist anspruchsvoll. Häufige Medikationsänderungen verlangen hohe Flexibilität, zuverlässige Lieferstrukturen sind unverzichtbar und die Dokumentationspflichten sind erheblich. Besonders bei Betäubungsmitteln gelten strenge Auflagen.
Eine zunehmend wichtige Rolle spielt das Verblistern. Dabei sortiert die Apotheke Tabletten und Kapseln patientenindividuell in nicht wiederverwendbare Verpackungen. Diese Dienstleistung kann die Apotheke selbst erbringen oder an spezialisierte Blisterzentren auslagern.
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