· Fachbeitrag · Betriebswirtschaftliche Apothekensteuerung
Wie hilfreich sind Amortisationsrechnungen?
von Prof. Dr. Hendrik Schröder, Universität Duisburg-Essen
Wer vor der Entscheidung über eine Investition steht, die mit Umsätzen und Kosten (statische Betrachtung) oder mit Einzahlungen und Auszahlungen (dynamische Betrachtung) verbunden ist, wird sich fragen: Nach welcher Zeit bzw. zu welchem Zeitpunkt komme ich mit der Investition in die Gewinnzone? Denn bis dahin erzeugt die Investition mehr Kosten als Umsätze bzw. mehr Auszahlungen als Einzahlungen. Zu betrachten ist also die Amortisationsdauer bzw. der Amortisationszeitpunkt.
Statische Methode zur Berechnung der Amortisationsdauer
Zunächst gehen wir auf die statische Methode zur Berechnung der Amortisationsdauer ein und greifen dabei auf die Daten aus dem Beitrag „Wann sich Investitionen (nicht) lohnen“ (siehe AH 09/2026, Seite 6) zurück. Es wird unterstellt, dass die finanziellen Mittel zur Anschaffung der Investition am Anfang des Jahres 2027 zur Verfügung gestellt werden. Nach der statischen Investitionsrechnung lohnt sich die Investition am Ende des Jahres 2031, da der kumulierte Gewinn dann 20.000 Euro beträgt (200.000 – 180.000 Euro).
Gegenüberstellung von Umsätzen und Kosten der Investition (in Euro) | ||||
Jahr | Umsätze | Kosten | Kumulierte Umsätze | Kumulierte Kosten |
01.01.2027 | 100.000 | 100.000 | ||
2027 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 110.000 |
2028 | 20.000 | 20.000 | 30.000 | 130.000 |
2029 | 50.000 | 10.000 | 80.000 | 140.000 |
2030 | 50.000 | 20.000 | 130.000 | 160.000 |
2031 | 70.000 | 20.000 | 200.000 | 180.000 |
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