· Fachbeitrag · Betriebswirtschaftliche Apothekensteuerung
Wann sich Investitionen (nicht) lohnen
von Prof. Dr. Hendrik Schröder, Universität Duisburg-Essen
Ob Kommissionierautomat, Botendienstfahrzeug oder der Kauf einer weiteren Apotheke: Investitionen binden Kapital und sollen sich langfristig auszahlen. Entscheidend dafür sind u. a. die erwarteten Umsätze, die laufenden Kosten, die Einsparpotenziale und die Finanzierungskosten. Der Beitrag stellt statische und dynamische Verfahren der Investitionsrechnung vor und zeigt anhand eines Praxisbeispiels, warum dieselbe Investition bei Fremdfinanzierung unvorteilhaft, bei Eigenfinanzierung hingegen wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Apotheker erhalten somit eine Grundlage, um Investitionsentscheidungen systematisch und unter Berücksichtigung von Risiken zu treffen.
Arten von Investitionen
Unter Investitionen lassen sich Ausgaben für das Sachanlage-, das Umlauf- und das Finanzanlagevermögen verstehen. Gegenstände des Sachanlagevermögens sind z. B. Immobilien, Kommissionierautomaten und Fahrzeuge für den Botendienst, Gegenstände des Umlaufvermögens sind z. B. Vorräte an Arzneimitteln und Gegenstände des Finanzanlagevermögens sind z. B. Wertpapiere und Festgelder. Im Folgenden soll das Sachanlagevermögen betrachtet werden. Bei Investitionen in das Sachanlagevermögen lassen sich Erweiterungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen unterscheiden:
- Erweiterungsinvestitionen erhöhen die Kapazität, wie z. B. der Kauf einer Apotheke.
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