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  • ·Fachbeitrag ·Langfristgenehmigungen

    Ein Merkblatt mit Indikationsliste soll‘s richten

    von Silke Jäger, Fachjournalistin Gesundheitswesen, Marburg

    | Seit über einem Jahr - seit der Neufassung der Heilmittel-Richtlinien (HeilM-RL) im Juli 2011 - haben chronisch kranke Patienten die Möglichkeit, ihren langfristigen Behandlungsbedarf von ihrer Kasse für mindestens ein Jahr genehmigen zu lassen. Doch seitdem sorgt die Umsetzung dieser Regelung für einigen Ärger. Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein heiß ersehntes Merkblatt veröffentlicht, das zu einem einheitlichen Genehmigungsverfahren führen soll. |

    Die Heilmittel-Richtlinie wird ergänzt

    In der Sitzung vom 22. November 2012 gelang der Durchbruch: Das G-BA Plenum einigte sich auf ein Merkblatt zur Genehmigung langfristiger Heilmittelbehandlungen. Es gilt in Verbindung mit § 8 Absatz 5 der HeilM-RL und enthält als Anlage 2 eine „Liste über Diagnosen mit langfristigem Heilmittelbedarf im Sinne von § 32 Absatz 1a SGB V“, die allgemein als „Indikationsliste“ bezeichnet wird. Diese Liste ist das Herzstück des Merkblatts, denn sie bestimmt maßgeblich darüber, wer Anspruch auf langfristige Heilmittelbehandlungen hat und wer nicht. Das Merkblatt selbst stellt darüber hinaus klar, wie das Antragsverfahren zukünftig aussieht und unter welchen Bedingungen eine Genehmigung der Anträge erfolgen kann.

    Vereinheitlichung des Verfahrens

    Stellen Sie als Arzt langfristigen Behandlungsbedarf bei einem Patienten fest, müssen Sie zunächst prüfen, ob die Diagnose in Anlage 2 des Merkblatts gelistet ist. Ist dies der Fall, hängt das weitere Vorgehen davon ab, ob die Krankenkasse des Patienten ein individuelles Genehmigungsverfahren hat. Sie muss die Versicherten in „geeigneter Weise“ darüber informieren, ob sie auf eine Genehmigung verzichtet oder nicht.