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  • ·Fachbeitrag ·ABC der Abrechnung

    „M“ ‒ Mykosen

    von Dr. med. Heiner Pasch, Kürten

    | Nachdem Frau F., 49 Jahre, mehrfach in einem Schwimmbad war, verspürt sie seit einigen Tagen einen zunehmenden Juckreiz im Zehenbereich. Sie stellt fest, dass die Haut zwischen einigen Zehen deutliche Rötungen aufweist. Mit der Vermutungsdiagnose „Fußpilz“ stellt sie sich am nächsten Tag bei ihrem Hausarzt vor. Auf gezieltes Fragen nach weiteren Hautsymptomen berichtet Frau F. über gelegentliche festhaftende weißliche Beläge auf der Zunge. Ansonsten ist bei ihr eine arterielle Hypertonie bekannt. Seit einigen Monaten, so berichtet sie, hat sie auch ein deutlich stärkeres Durstgefühl. Es besteht eine Dauermedikation mit AT1-Blocker. Die letzte Gesundheitsuntersuchung wurde vor 18 Monaten durchgeführt. |

     

    Befund

    Die 49-jährige, leicht adipöse Patientin befindet sich in relativ gutem Allgemeinzustand. Die Haut und sichtbaren Schleimhäute sind insgesamt ausreichend durchblutet, keine Zyanose, kein Ikterus. Im Interdigitalraum zwischen der zweiten, dritten und vierten Zehe links sowie der ersten und zweiten Zehe rechts findet sich eine deutliche Rötung bei insgesamt eher etwas aufgeweichter Haut. Im Randbereich der Rötung wird eine diskrete Schuppung festgestellt.

     

    Bei genauer Inspektion finden sich ähnliche, aber geringer ausgeprägte Veränderungen im Fußkantenbereich rechts. Die Inspektion der Mundhöhle offenbart einige festhaftende Beläge im Zungenrandbereich und buccal rechts. Die übrige orientierende internistische Untersuchung ist bis auf einen leicht erhöhten Blutdruck (150/80 mmHg) ohne Auffälligkeiten.