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·Fachbeitrag ·EBM 2015

NäPa - Die Details zur Anerkennung der Zusatzqualifikation

| Inhalt und Umfang der erforderlichen Zusatzqualifikation der nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPa) sind in § 7 der Delegations-Vereinbarung (Anlage 8 zum Bundesmantelvertrag) geregelt. Diese Fortbildungsinhalte mussten schon bisher für die Genehmigung zur Abrechnung der EBM-Nrn. 40870 und 40872 in hausärztlich unterversorgten Regionen nachgewiesen werden. Diejenigen NäPa’s, die bereits Hausbesuche nach diesen Nrn. durchführen, benötigen somit keine weitere Zusatzqualifikation. Alle anderen nichtärztlichen Praxisassistenten müssen entsprechende Fortbildungen nachweisen bzw. Ergänzungsmodule oder einzelne Ausbildungsstunden absolvieren, um die Zusatzqualifikation zu erwerben. Wir informieren nachfolgend über die Details und das Genehmigungsverfahren. |

Welche Zusatzqualifikationen werden anerkannt?

Nach Mitteilung der KBV entsprechen die nachfolgenden fünf Fortbildungsgänge den in § 7 der Delegations-Vereinbarung aufgeführten Zusatzqualifikationen:

 

  • Fortbildungscurriculum für Medizinische Fachangestellte und Arzthelfer/innen „Nicht-ärztliche Praxisassistentin“ der Bundesärztekammer 

 

  • Fortbildungscurriculum der Sächsischen Landesärztekammer für Arzthelferinnen/Medizinische Fachangestellte „Nicht-ärztliche Praxisassistentin“

 

  • Fortbildungscurriculum der Landesärztekammer Thüringen für Medizinische Fachangestellte „Nichtärztliche/r Praxisassistent/in“

 

  • Fortbildungscurriculum „Entlastende Versorgungsassistentin (EVA)“ der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein 

 

  • „Fortbildung zur Nichtärztlichen Praxisassistentin“ der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern.

 

Alle NäPa’s, die ihre Zusatzqualifikationen nach diesen Ausbildungen vollständig erbracht haben, werden somit von der KV anerkannt. Sie benötigen keine zusätzlichen Fortbildungseinheiten oder -stunden.

Welche Ausbildungen machen Ergänzungsmodule erforderlich?

Für die nachfolgenden Ausbildungen sind nach Mitteilung der KBV weitere Ausbildungsstunden bzw. Module zur Erfüllung der Zusatzqualifikation des § 7 erforderlich:

 

  • VERAH: Die Berufsqualifikationen der „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis“ (VERAH) des Instituts für Hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) allein ist leider nicht ausreichend. Die VERAH-Qualifikation wird zwar auf die Nachweise nach § 7 der Delegationsvereinbarung angerechnet. NäPa’s mit einer „VERAH-Qualifikation“ benötigen jedoch in Abhängigkeit von der Dauer der Berufserfahrung zusätzliche Fortbildungsmodule. Derzeit erfolgen noch Abstimmungen zwischen der KBV und den Krankenkassen, inwieweit die zusätzlichen Fortbildungsstunden im Rahmen der Übergangszeit durch Fortbildungsangebote der Kassenärztlichen Vereinigungen absolviert werden können.

 

  • Die HELVER: Hier werden nach dem Curriculum der Ärztekammer Schleswig-Holstein zusätzlich zehn Stunden „Grundlagen und Rahmenbedingungen beruflichen Handelns/Berufsbild“ benötigt.

 

  • MoNi, MoPra, AGnES, agnes zwei: Bei diesen und anderen NäPa’s können grundsätzlich einzelne Module anerkannt werden, die den Ausbildungsmodulen der oben genannten Ärztekammern entsprechen.

 

  • „Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung“: Diese Fortbildung erfüllt nicht die Zusatzqualifikation gemäß § 7 der Delegationsvereinbarung. Der Pflichtteil der Fortbildung der Fachwirtin enthält nämlich keine Anteile der Zusatzqualifikation der NäPa. Einzelne Bestandteile der Fortbildung können nur im Wahlteil (120 Stunden) absolviert und anerkannt werden.

Erforderliche Nachweise im Rahmen der Übergangsregelung

Da bisher nur wenige NäPa’s über diese besondere Zusatzqualifikation verfügen, gilt eine Übergangsregelung. Die Genehmigung zur Abrechnung der drei neuen Leistungspositionen kann nämlich auch dann erteilt werden, wenn mit der Fortbildung bereits begonnen wurde und zu erwarten ist, dass sie bis zum 30. Juni 2016 abgeschlossen wird.

 

PRAXISHINWEIS | Die meisten KVen haben entsprechende Antragsformulare entwickelt, auf denen die notwendigen Angaben zur Person der NäPa zu machen sind. Die theoretische Fortbildung bzw. Zusatzfortbildung selbst muss jedoch noch nicht begonnen haben. Die Anmeldung der NäPa zum Erwerb der Zusatzqualifikation bzw. zur Nachqualifikation reicht aus.

 

Weiterführende Hinweise

  • Zu den wesentlichen Inhalten der Neuregelung hat die KBV eine Praxisinformation sowie eine Zusammenfassung häufiger Fragen und Antworten erarbeitet. Diese finden Sie entweder auf der Homepage Ihrer KV oder bei der KBV unter www.kbv.de/html/12491.php.
  • Bewertungsausschuss beschließt Förderung von Praxisassistenten in Hausarztpraxen (AAA 12/2014, Seite 3)

 

Quelle: Ausgabe 01 / 2015 | Seite 7 | ID 43132769