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Kassenabrechnung

Amtsgericht Rastatt: Beratung von Patienten ist Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung nach GOÄ

Nach einer Vorsorgeuntersuchung mit Liquidation nach Nr. 29 GOÄ müssen Sie die Ergebnisse Ihren Patienten erläutern. Nur dann haben Sie die Leistung vollständig erbracht! Fehlt die Beratung, haben Sie keinen Anspruch auf Honorar. Das hat das Amtsgericht Rastatt entschieden (Az: 1 C 325/01; Abrufnummer 020798 unter www.iww.de). Ein Privatpatient musste seine Rechnung im konkreten Fall nicht bezahlen.

Die Beratung muss auch dann erfolgen, wenn die Befunde nicht auffällig sind und keine Behandlung nötig ist. Eine Vorsorgeuntersuchung ist nach Ansicht des Gerichts für Patienten nicht sinnvoll, wenn die Besprechung der Ergebnisse fehlt. Die Unvollständigkeit der im Urteilsfall von der Ärztin erbrachten Leistungen ergibt sich aus der GOÄ-Nr. 29. Dort ist ausdrücklich vorgesehen, dass zu der Gesundheitsuntersuchung die „Erörterung des individuellen Risikoprofils und die verhaltensmedizinisch orientierte Beratung“ gehören.

Quelle: Abrechnung aktuell - Ausgabe 09/2002, Seite 4

Quelle: Ausgabe 09 / 2002 | Seite 4 | ID 100089