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  • ·Fachbeitrag ·Arbeitsschutz

    Alkoholkranke Mitarbeiter: Warnsignale und Lösungsansätze für Praxisinhaber

    von Prof. Dr. Nora Walter, Bildung und Beratung in Unternehmen und Gesellschaft, Essen, walter-bibug.de und Dipl.-Kfm. Thomas Schneider, Essen

    | Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) waren im Jahr 2018 insgesamt drei Mio. Erwachsene von einer alkoholbezogenen Störung betroffen (Missbrauch oder Abhängigkeit). Das sind etwa vier Prozent der Bundesbevölkerung. Da die Belegschaft Ihrer Praxis in vielem ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, wäre es naiv zu glauben, dass es in Zahnarztpraxen keine Beschäftigten mit Alkoholproblemen gibt. ZP widmet sich diesem Thema in zwei Beiträgen. Lesen Sie zunächst, woran Sie Betroffene erkennen und wie Sie als Praxisinhaber rechtzeitig handeln. |

    Alkoholabhängigkeit: Verbreitung und Erkennungsmerkmale

    Laut dem Jahrbuch Sucht 2020 der DHS lag der Pro-Kopf-Konsum der 15- bis 65-Jährigen in Deutschland im Jahr 2017 bei 10,5 Litern Reinalkohol. Unter den insgesamt drei Mio. Erwachsenen mit einer alkoholbezogenen Störung lag bei 1,4 Mio. Alkoholmissbrauch, bei 1,6 Mio. lag eine Abhängigkeit vor. Praktisch kann jeder jemanden kennen, der einen Suchtkranken kennt. Im unmittelbaren Umfeld wird Sucht jedoch kaum wahrgenommen.

     

    In der Alltagssprache wird der Begriff „Sucht“ häufig falsch verstanden und verwendet. Eine Abhängigkeit liegt vor, wenn mehr als zwei der folgenden Punkte im Zeitraum eines Jahres gleichzeitig vorlagen: