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Zwei-Konten-Modell

Betriebliche Schuldzinsen bleiben abzugsfähig

Der Bundesfinanzhof hat jetzt die umstrittenenZwei-Konten-Modelle voll und ganz gebilligt, mit dem Sie Schuldzinsenaus dem Privatbereich in den Praxisbereich verlagern und somitsteuerlich als Praxiskosten geltend machen können. Es ging umfolgende beiden Fälle: Im ersten Fall hatte ein Gewerbetreibenderein Privatdarlehen für sein Wohnhaus mit betrieblichen Mittelnabgelöst. Im zweiten Fall hatte ein Steuerzahler seinbetriebliches Konto ins Minus geführt und Einnahmen auf seinemprivaten Konto verbucht, um damit anschließend den Kauf einesprivaten Wohnhauses zu finanzieren. Die Finanzverwaltung wollte diebetrieblichen Schuldzinsen jeweils nicht anerkennen, weil zwischen derprivaten Ausgabe und der Darlehensaufnahme ein enger zeitlicher undbetragsmäßiger Zusammenhang bestand. Anderer Ansicht istder  BFH: Selbst bei einem engen zeitlichen undbetragsmäßigen Zusammenhang ist das Zwei-Konten-Modellanzuerkennen – die Schuldzinsen im betrieblichen Bereich sindabziehbar. Entscheidend ist nach Meinung des BFH lediglich, wofürdie Darlehensmittel tatsächlich eingesetzt worden sind. Wenn derDarlehensbetrag einen betrieblichen Sollsaldo tilgt, handelt es sich umein betriebliches Darlehen, bei dem die Schuldzinsen Betriebsausgabensind. Anders ist nur zu entscheiden, wenn dem Betrieb oder der Praxiskeine entnahmefähigen Barmittel zur Verfügung stünden(Großer Senat, Beschluß vom 8.12.1997, Az: GrS1–2/95). (Abruf-Nr. 98083)

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 02/1998, Seite 3

Quelle: Ausgabe 02 / 1998 | Seite 3 | ID 108401